Wer hätte das gedacht. Obwohl der diesjährige Sommer eher zögerlich in die Gänge kam, legt er sich jetzt dafür umso mehr ins Zeug. Auch wenn es gestern in Saarbrücken noch regnete, diese Woche sollen die Temperaturen noch einmal auf fast 30 Grad ansteigen. Mir gefällt`s, denn ich bin noch ganz und gar im Sommer-Modus. Ich liebe die Sonne, ihre Wärme und das was sie mit uns macht. In keiner anderen Jahreszeit sind Menschen so freundlich und fröhlich wie im Sommer. Selbst beim Kleiderkauf wird man offener. Zumindest trifft das bei mir zu.

Die lässig, geschnittene Tunika im angesagten Ethno-Style hier auf den Fotos, habe ich mir Ende Juni während unseres Portugalaufenthalts bei Isabel Viana Fashion gegönnt. Die vergnügliche Ladenmusik (die man immerhin schon in der Nebenstraße hörte) und die Schaufensterauslage (herrlich bunte Accessoires) ließen das Sortiment erahnen und meinen Puls gleich mal höher schlagen.

Fünfzehn Minuten später habe ich den Shop mit einer schwingenden Einkaufstasche und einem breitem Lächeln im Gesicht, verlassen. Die süüüßen Zierbänder und Quasten…hach…ich sah mich gedanklich da schon am Strand lang laufen. Doch fast wäre es nur bei diesem Tagtraum geblieben.


Shoppen macht hungrig und deshalb war unsere nächste Anlaufstelle ein kleines Straßenbistro. Gesättigt sollte es nun weiter gehen. Nach dem Bezahlen griff ich nach meiner Handtasche und…ja, wo war denn meine Shoppingbeute? Ich war mir so sicher, sie neben meinen Stuhl abgelegt zu haben. Wir suchten alles ab. Nichts! Mein sommerliches Kleidchen war wie vom Erdboden verschluckt. Einfach weg. Uuh, was für ein unangenehmes Gefühl, diese Bitterkeit die da plötzlich in einem hochkriecht. Mit gesenkten Kopf und 1000 wirren Gedanken verließ ich langsam den „Tatort“.

Mein Partner fragte mehrmals ob ich wirklich sicher sei, die Tasche am Restaurant noch gehabt zu haben.

„Ja klar hatte ich die Tasche da noch! Ich war doch sonst nirgends gewesen, außer in dem einem Schuhladen, wo du in dem anderen Geschäft…“

Jetzt fiel es mir wieder brandheiß ein. Im Schuhladen hatte ich die Tasche zwecks Anprobe einer zierlichen Sandale (sie war aber auch hübsch) abgestellt und dann einfach dort vergessen. Super!

Und aus Scham werde ich an dieser Stelle die Geschichte nicht noch weiter ausbreiten. Es sei nur so viel gesagt; erst nach weiteren zwei Stunden war ich von meiner Qual erlöst, denn der besagte Schuhladen hatte über Mittag natürlich geschlossen. Wenn schon, denn schon!!!

Und DAS ist der wahre Grund warum ich mich hier so sehr auf dem Foto freue. Klar, natürlich auch über Urlaub, Sonne, Strand und Meer…

Lektion gelernt. Mein #Hirnwieeinnudelsieb (= Kurzzeitgedächtnis) und ich sollten mehr zusammenarbeiten – spart Zeit und Nerven – nicht nur meine! 😉