Zusammen mit Freunden besuchten wir vergangenes Wochenende die Saarbrücker WEINZEIT. Ein völlig neuartiges Konzept, jung und alt für den Genuß des Weines zu begeistern. So viel sei verraten – Es lohnte sich!

22 Winzer mit über 200 Weinen

Anders als bei einer gewöhnlichen Weinprobe, hattest Du hier die Wahl der Qual. Rund um den großen Saal wurden mit viel Hingabe und Sinn fürs Detail, liebevolle Weinstände präpariert. Durch das neuartige Konzept, eine Weinmesse mit einer Weinprobe zu kombinieren, konnte der Gast aus einer gigantischen Auswahl den perfekten Weingenuss erleben.

Das Konzept:

Der Besucher erwirbt zu Beginn vergünstigt online oder an der Tageskasse sein Ticket. Bei diesem Ticket handelt es sich allerdings nicht nur um eine klassische Eintrittskarte sondern um insgesamt 8 Voucher und ein Booklet. Die 8 Voucher kann der Besucher dann wiederum gegen 8 Weinproben eintauschen. Für die 8 Voucher erhält der Gast insgesamt 0,4 Liter besten Weines. Das Booklet enthält zusätzlich alle Infos zu den ausstellenden Weingütern und angebotenen Weinen. Ein weiteres Highlight ist das limitierte Sammlerglas, welches jeder Besucher zu Beginn zusammen mit den Vouchern und dem Booklet erhält.

Welche Highlights gab es?

Eins vorweg: Es gab mehr zu probieren, als man in der Lage war zu kosten. Auch wenn wir Dir hier einige unserer Favoriten empfehlen, heißt es nicht, dass es nicht auch andere interessante Geschmäcker gab. Um die Qualität und den Preis der Weine überschaubarer zu gestalten, gab es drei Kategorien, wobei die Kategorie 3 der höchsten Klasse entsprach.

Weingut Herber (Perl): Das familiengeführte Weingut von der Mosel überzeugte uns gleich zweimal. Einmal in der Kategorie 1 mit einem 2017er Elbling Classic, welcher leicht säuerlich, kühl jedoch sehr anregend zu trinken war. Auch der höherpreisige 2017er Grauburgunder Spätlese (trocken) konnte uns überzeugen.

Weingut Schloss Thorn (Palzem): Das ebenfalls an der Mosel liegende Weingut bietet eine Vielzahl an Weinen mit diversen Aromaten. Wir testeten hierbei den preisgünstigen 2017er SCHLOSS THORN Riesling (feinherb, zarter Rosenduft mit Aprikose). Dieser Wein interpretiert eine Symbiose aus Klassik und Wagemut. 

Weingut Vols (Ayl/Saar): Seit vielen Jahren fahre ich fast jeden Tag an der Wiltinger Kupp vorbei. Nun endlich kam ich auch mal dazu, den dort angebauten 2015er Wiltinger Kupp Riesling Kabinett der Kategorie 2 zu probieren. Ein durchaus alltagstauglicher Wein, ohne auf Dauer langweilig zu schmecken.

Weingut Schmitt (Konz): Dieses Weingut bot uns vor Ort eine ausgefallene Auswahl an verschiedenen Weinen an. Petra und mir schmeckte zum einen der 2017er RISECCO, der laut Beschreibung fruchtig und einfach lecker sei, dem fügen wir auch wenig hinzu, außer dass es ihn bereits in der Kategorie 1 gab. Das absolute Highlight der gesamten Weinzeit war jedoch der doppeldeutige „SteinReich“ Riesling Kabinett (elegant und fruchtig leicht zu genießen) der Kategorie 2. Die Flasche gibt es je nach Händler zwischen 6 und 8 Euro zu erstehen.

Weingut König Johann (Konz): Der gut gelaunte Winzer verteilte an uns vier gut gefüllte Gläser mit interessanten Namen. Der 2017er Regent Spätlese „Seitensprung Rot“ der Kategorie 1 überzeugte durch einen ungewöhnlich milden Abgang.

Weingut Baldes (Zell): Das Weingut am steilsten Weinberg Europas wird von den Winzerkindern vertreten. Das junge Paar präsentierte dabei eindrucksvoll die Geschichte dahinter. Geschmacklich bot auch der wohl längste Namen des Abends einiges: 2017er Vinum Amor Filla Franziska, Riesling (feinherb) der Kategorie 1. Besonders interessant schmeckte aber der 2017er Franzen Fass 2, Riesling Kabinett (halbtrocken) der Kategorie 2. Der Winzerkinder, Riesling (trocken) untermalte die gute Qualität der Kategorie 2.

Destillerie Penth (Lebach): Die saarländische Manufaktur bot (zu dem Zeitpunkt) unzählige kreative Brände, besonders in Erinnerung blieb mir hierbei der Rote Beete Likör! Am besten schaust Du einfach mal zum Kosten vorbei! Die Destillerie kann man ganzjährig besuchen. 

Natürlich gab es vor Ort auch uns bereits bekannte gute Winzer, wir waren jedoch auf der Suche nach dem Unbekannten. Und diese Neugierde wurde auch reichlich belohnt!

Die Liste aller Ausstellenden:

In der Congresshalle bot sich ein abwechslungsreiches Angebot regionaler und internationaler Winzer, Brenner und Fachhändler. Das besondere hierbei war allerdings die Überzahl der regionalen Winzer von Mosel, Saar und der Pfalz.

Würden wir wieder hingehen?

Auf jeden Fall – Auch für Nicht-Weinkenner jeden Alters gibt es den richtigen Tropfen. Dank unseres Booklets konnten wir auch den ein oder anderen Wein vormerken. Im Nachhinein bestellten wir auch schon online das ein oder andere Weihnachtsgeschenk!

Damit wir an diesem Abend auch alle wieder gut heim kamen, wagten wir uns mal mit Bus und Bahn in die Saarbrücker City. In knapp 30 Minuten Fahrtzeit erreichten wir die Congresshalle. Der Hauptbahnhof liegt nur wenige Minuten Fußweg von der Congresshalle entfernt. Durch die langen Öffnungszeiten gibt es genügend Alternativen, auch ohne das Auto einen schönen Abend zu verbringen!

Viel Spaß bei der nächsten WEINZEIT!

Petra & Michael

Weinmesse Saarbrücken