Schon bei unserer Anreise zeigte sich die zweitgrößten Stadt Deutschlands mit einem strahlend blauen Himmel, von ihrer besten Seite und bevor es ins Hotel ging, beschlossen wir das gute Wetterchen direkt für eine einstündige Hafenrundfahrt zu nutzen und steuerten die Landungsbrücken an, von wo aus die Rundfahrten mit den Barkassen starten. Diese Touren sind wirklich zu empfehlen, denn erst vom Wasser aus kann Hamburg seine beeindruckende Architektur zeigen und die Kapitäne glänzen nicht nur mit sattelfestem Wissen über den Hafen und Umgebung, sondern haben auch Kenntnis darüber, wer sich gerade aktuell in den „berühmten“ Marco Polo Tower in der HafenCity direkt an der Elbe eingekauft hat. Ganz oben residiert der Boxweltmeister Wladimir Klitschko und unter ihm seit neustem die schöne Helene Fischer.

Und wenn ich gerade beim Thema bin, Hamburg macht wirklich atemlos! Die Stadt hat so viel zu bieten. Am liebsten hätte ich alles auf einmal erkundet. Selbst jetzt beim Rückblick galoppieren meine Gedanken kreuz und quer zu den verschiedenen Stationen:

Miniatur Wunderland Hamburg

Sehenswert für Groß und Klein. Ein Besuch im Miniatur Wunderland (MiWuLa) ist, wie ich finde, ein absolutes Muss. Die Betreiber können zu Recht stolz auf über 13 Millionen Besucher sein.

TIPP Um Wartezeiten zu vermeiden, sollte man den Rat die Tickets per Online-Reservierung  zu bestellen, wirklich beherzigen. Beim nächsten Mal (es wird definitiv ein nächstes Mal geben) gönnen wir uns die Führung „Blick hinter die Kulissen“ für noch mehr Details und Hintergrundwissen.

  

 

Speicherstadt und Hafencity

Direkt nach dem Besuch vom Miniatur Wunderland kann man auf Entdeckungstour in der Speicherstadt und Hafencity gehen. Es gibt unglaublich viel zu bestaunen und man weiß gar nicht wo man zuerst hinschauen soll. Die Speicherstadt steht für über 125 Jahre Handelsgeschichte und hinter den wunderschönen Backsteinfassaden wurden früher Kaffee, Kakao und Gewürze gelagert. Heute ist sie der wichtigste Handelsplatz für Orientteppiche. Allein 11 Attraktionen (Museen und Ausstellungen) beherbergt diese sagenhafte Kulisse. TIPP Sollte das Wetter mal nicht so mitspielen ist man hier sehr gut aufgehoben.

 

Ein Abstecher nach Blankenese

5000 Stufen, verwinkelte Gassen, herrschaftlichen Villen, idyllische Häuser und der Elbsandstrand – das alles bietet das Treppenviertel von Blankenese.
Wir sind mehr aus Versehen einmal die Strecke runter zum Elbufer mit dem Auto gefahren. Im Dezember ist das noch gut möglich gewesen, ist aber nicht wirklich gern gesehen und im Sommer ist es glaube ich sogar verboten. Am besten benutzt man die „Bergziegen“ (HVV Kleinbusse, Buslinie 48) um an den Strand zukommen. Ansonsten parkt man besser „oben im Dorf“ und benutzt eben die Treppen, so wie es auch die Blankeneser tun. 🙂

Wer hier wohnt verzichtet wohl bewußt auf einige Annehmlichkeiten. Kein Parkplatz oder Stellplatz vor der Tür. Und meine ständige Frage, wie denn bitteschön die täglichen Einkäufe erledigt werden, wurde zufällig von einem älteren Herrn der gerade an uns vorbei spazierte „Ich habe hier jahrelange ausgeliefert und kenne jeden Winkel…“ beantwortet.  Über was ich mir immer Gedanken mache, bei dieser herrlichen Wohnlage werden solche Lappalien zu einem großen Berg der Bedeutungslosigkeit.

TIPP Der „Hohe Weg“ im Treppenviertel läuft parallel zu Elbchaussee.

Und ganz nebenbei, berühmte Bewohner wie Otto Walkes oder Cosma Shiva Hagen haben wir leider, leider nicht gesichtet.

 

Alter Elbtunnel – zu Fuß durchqueren

Zwischen den Jahren ist der alte Tunnel (direkte Verbindung von der Stadt zur anderen Hafenseite) der 1911 eröffnet wurde, mit seinen engen Fahrbahnen für Autos gesperrt.

   

Drüben angekommen wird man mit einem herrlichen Blick auf die Landungsbrücken belohnt.

TIPP Für Fußgänger und Radfahrer ist die Nutzung übrigens kostenlos.

Besonders reizvoll ist ein Nachtspaziergang am Elbstrand oder in der höher gelegenen Elbchaussee mit Blick auf den Hafen und die riesigen Kran-Giganten.

Wunderschön, nicht wahr?

TIPP Unbedingt die Schiffsbegrüßungsanlage “ Willkomm Höft“ beim Schulauer Fährhaus in Wedel besuchen!!! Mein ganz persönliches Hamburg-Highlight.

Karoviertel – Shoppingtip

Wer mal eben nicht in den typischen Einkaufspassagen einkaufen möchte und auf der Suche nach etwas Besonderen ist, wird hier garantiert genauso fündig. Das ehemalige „Armeleuteviertel“ ist inzwischen ein angesagtes, buntes Szene-Viertel mit multikult-urellem Publikum und interessanten Designer-, Secound-hand und Szene Läden.

Geshoppt haben wir bei:

BSB Hamburg Fashion  

Wir hatten Glück! Der Designer und Inhaber Braima Sori Ba war selbst vor Ort und hat uns persönlich beraten. Seine Kreationen sind wirklich einzigartig, eben nichts von der Stange und eher was für mutige Trägerinnen und Träger, wie z. B. Mike Jager, Bela B. und nun auch mein Herz-Mann 😉 Braima Sori Ba selbst ist ein sehr, sehr angenehmer Gesprächspartner der schon viel von der Welt gesehen hat und diese Weltoffenheit spiegelt sich gekonnt in seinen Schnitten wieder.

Und auch hier trafen wir die liebenswerte Magdalena Schulze, Hutdesignerin und Inhaberin von maschalone persönlich an.

Wie vermutlich schon vielen anderen vor mir, zog mich ihr Ausstellungsraum in der Karo-Diele, der an Paris und „Die fabelhafte Welt der Amélie“ erinnert, magisch an. Ich habe mich spontan in einen dicken, kuscheligen Schal verliebt. Ja, warum denn ausgerechnet in einen Schal, wo ich in einem so bezauberten Hut-Salon bin?

Antwort A – es ist Winter und sehr kalt und Antwort B – verrate ich euch in einem späteren Blogbeitrag 😉

  


Karoviertel – Impressionen

Und noch ein Shopping-Tipp

Das Mutterland Stammhaus an der Ecke Kirchenallee hat uns sehr gut gefallen. Die Haus Philosophie lautet: Eine liebevolle Hommage an Mütter, Deutschland und die heimische Küche. Hier sollte man wirklich mal reinschauen. TIPP Evt. eine Alternative für Durchreisende am Hamburger Hauptbahnhof – die frisch zubereiteten Speisen, wie Salate, Brote und Co. gibt es auch zum mitnehmen.


Wo haben wir übernachtet?

Wer es lieber modern und etwas „spacig“ mag, der ist bestimmt im recht zentralgelegene Designhotel Prizehotel gut aufgehoben.

Wer sich in einem komfortablen Boutiquehotel mit historischem Aufzug wohler fühlt, der ist bestimmt im Hotel Alsterblick, das direkt an der wunderschönen Außenalster liegt, gut aufgehoben.

Diese Hotels sind wunderbar geeignet die Stadt zu erkunden und auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt meines Erachtens. Von daher kann ich beide Unterkünfte uneingeschränkt empfehlen.

Wenn Du wie ich , das erste Mal in Hamburg bist, dann mach unbedingt einer dieser klassischen Stadtrundfahrten mit dem Doppeldeckerbus mit. Hier erhälst du viele Informationen (inkl. witzige Insider-Anekdoten) und obendrein verschafft man sich gleichzeitig einen ersten Überblick.

Und falls du dich schon gefragt hast…naaaatüüüürlich haben wir auch das großartige Musical „Der König der Löwen“ besucht – einschließlich Shuttle-Service über die Elbe zum Theater im Hafen. Nach wie vor finde ich, dass das einfach zu einem Hamburg-Besuch dazu gehört. 😉

Es waren drei schöne Tage, in denen wir viel erlebt und auch richtig viel gesehen haben und doch haben wir einige typischen Hamburger Wahrzeichen, wie den „Michel“ oder zum Beispiel die Reeperbahn nicht geschafft. Nun, die müssen eben warten bis wir wieder kommen.

Denn eins steht fest. Wir kommen wieder, denn HAMBURG, das ist ein Gefühl, ein Gefühl wie ein sicherer HEIMAT – HAFEN.

Ps.: Du bist aus Hamburg und hast vielleicht ein paar Tipps für meinen nächsten Besuch bei euch? Dann freue ich mich riesig über Post von Dir 🙂