Es gibt nur ganz wenige Dinge im Leben, die man auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören definitiv die über 80 Meter hohen Riesenmammutbäume an der Westküste. Es ist fast unglaublich wie groß diese Giganten wirklich sind. Hohe Bäume gibt es auch in Deutschland, aber keine, die einen Stammdurchmesser von über 16 Meter haben! Der Sequoia-Nationalpark wurde 1890 eingeweiht. Mit über 1.635 Quadratkilometer gehört er aber eher zu den kleineren Parks. Umso größer ist dafür der Giant Forest!

Sequoia Baum

Der Sequoia-Nationalpark gehört auf die Bucket List jeder USA-Rundreise. Die majestätischen Sequoia-Bäume werden Dich zum Staunen bringen. Leider brachten sie auch unsere Kamera ins Schwitzen. Es ist kaum möglich, das Ausmaß einer dieser Giganten auf ein Bild zu bekommen. Leider war der Sequoia Nationalpark nur ein Ziel auf der Durchreise. Anders als der Yosemite Nationalpark dreht sich wirklich fast alles um die Riesenmammutbäume. Von Ein- bis Ausfahrt inklusive Stau waren wir gerade einmal fünf Stunden im Park.

Tunnel Rock

Bereits wenige hundert Meter nach der Parkeinfahrt von Westen kommend, kommt man automatisch am ersten Fotostopp vorbei. Der Tunnel Rock konnte bis vor wenigen Jahren noch durchfahren werden. Inzwischen ist die Straße außen rum gebaut. Die Größe der Touristin zeigt eindrucksvoll die Ausmaße dieser Attraktion.

Tunnel Rock

Der steile Bergpass

Wenige Meilen nach dem Tunnel Rock biegt man an der Hospital Rock Picnic Area nach links ab. Man begibt sich auf eine enge Bergstraße, die Dich über etliche Meilen auf mehrere hundert Höhenmeter bringt. Im Juni 2018 waren die Bauarbeiten zur Sicherung der Straße am Hang voll im Gange. Dies bedeutet in den USA, Du stehst stundenlang im Stau! Wenn Du meinst, in Deutschland herrscht an Autobahnbaustellen oder bei Baustellenampeln Stillstand, dann warte erst mal auf die USA. Dort sperrt man teilweise mehrere Stunden die eine Fahrtrichtung.

Sequoia Park
Sequia Park
Sequoia Baustelle
Sequoia Baustelle
Sequoia Baustelle
Sequoia

Es empfiehlt sich, sehr früh im Park zu sein. Wenn Du an eine solche Baustelle gerätst, verlierst Du schnell mal mehrere Stunden im Stau. Runter stehst Du dann natürlich wieder im Stau…

Sequoia
Sequoia

Es war sehr schwierig, die wahre Größe der Giganten einzufangen. Daher wählte ich gezielt Bilder mit Personen oder Autos aus. Die Bäume sind teils so breit wie vier PKWs.

Der Riesenmammutbaum

Sequoia Nationalpark
Sequoia Nationalpark

Der auf Deutsch genannte Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) ist heutzutage größtenteils nur noch über 1350 Meter über N.N. in den West-USA zu finden. Vereinzelt gibt es geringe Vorkommnisse in Europa und Asien. Der Sequoia-Baum kann bis zu 135 Meter hoch werden. Die Stämme können dabei bis zu 17 Meter Durchmesser besitzen.

"General Sherman"

Im Sequoia-Nationalpark steht auch der größte bekannte Baum der Welt. General Sherman kann mit seiner Höhe von 83,79 Meter und einem Umfang von 31,27 Meter ein Volumen von 1486,9 Kubikmeter vorweisen. Er ist damit zwar nicht der höchste Baum der Welt, aber der vom Volumen größte. Der höchste Baum der Welt ist der Küstenmammutbaum an der amerikanischen Westküste. Der Hyperion weist dabei über 115 Meter vor.

General Sherman
Petra und ich etwa 20 Meter vom Baum entfernt, man beachte die Menschen im Hintergrund im Vergleich zum Baum.

Zum Vergleich, der höchste Baum in Deutschland heißt Waldtraut, ist eine Douglasie, hat eine Höhe von 66,58 Meter und steht im Mühlenwald bei Freiburg.

General Sherman

Sofern Du keinen Behindertenparkausweis besitzt, musst Du auf dem speziellen Parkplatz, einige hundert Meter nördlich vom General Sherman Baum parken. Ab dort kannst Du entweder zu Fuß über einen gut ausgebauten Wanderweg hinab- und später wieder hinaufsteigen oder mit dem kostenlosen Bus-Shuttle zurück zum General Sherman Baum fahren.

Nach dem Besuch am Baum wanderst Du also entweder circa 20 Minuten zurück oder fährst mit dem Bus-Shuttle etwa 10 Minuten bis zum Parkplatz.

Sequoia
Petra im Vergleich mit einem Sequoia Baum
Sequoia
Die gepflasterte Fläche entspricht dem Durchmesser von General Sherman
Bus Sequoia

Unmissverständlich wird man regelmäßig darauf hingewiesen, dass man sich in einem Naturschutzgebiet befindet und man auch mit Bären rechnen muss. Du erkennst dies auch direkt daran, dass überall alles zusätzlich gegen Bären gesichert ist. Selbst ein Mülleimer hat eine spezielle Verriegelung. Zwar sahen wir keine Bären, aber Hirsche und viele Eichhörnchen.

Drive-Thru-Tree

Die Amerikaner sind verrückt. In den USA ist eben alles etwas anders. Und eins darf auf keinen Fall fehlen – Das Auto! Warum also nicht mit dem 400 PS Wagen in die Natur?! Wäre doch schade, wenn das arme Auto nichts von einem Ausflug hätte. 

Drive-Thru-Tree

Eigentlich wollten wir zu dem „richtigen“ Drive-Thru-Tree, doch dieser überlebte leider den vorherigen Winter nicht und fiel im Sturm um. Immerhin gab es aber im Nationalpark eine Alternative. Vor etlichen Jahrzehnten machte man sich einen Spaß daraus, Tunnel durch die bis zu 4000 Jahre alten Bäume zu sägen. Dass dies der Gesundheit der Bäume nicht förderlich war, dürfte man schon damals gewusst haben.

Der Sequoia Nationalpark

Das Herzstück des Nationalparks ist der Giant Forest. Und der Name ist Programm. Du wirst sprachlos sein, wenn Du zum ersten Mal die wahren Riese unserer Welt siehst. Falls Du es Dir nicht vorstellen kannst. Die Stämme sind teilweise dicker als ein Linienbus lang ist! Die Höhe der Bäume entspricht in etwa 10 Mal der Höhe eines Einfamilienhauses.

Mammutbaum
Riesenmammutbaum
Sequoia
Sequoia
Mammutbaum
Sequoia Park

Der Sequoia Nationalpark gehört eher zu den kleineren Nationalparks. Es empfiehlt sich auch hier, stets vollgetankt und mit genügend Getränken unterwegs zu sein. Im gesamten Park gibt es übrigens keinen Handyempfang!

Der Park kann idealerweise von Los Angeles, San Francisco oder Las Vegas angefahren werden. Es gibt zahlreiche Anbieter, welche auch Tagesfahrten hierhin anbieten. Für Hotelübernachtungen ist allerdings der benachbarte Yosemite Nationalpark geeignet.

America the Beautiful Passes

Wer vor hat in den USA Nationalparks zu besuchen, wird sehr schnell feststellen, dass dies nicht unbedingt ein günstiges Vergnügen ist. Die meisten Parks sind mit einer Schranke abgesichert und man muss definitiv Eintritt bezahlen! Auch bei „offenen“ Parks wie dem Death Valley empfiehlt es sich auf jeden Fall, eine gültige Eintrittskarte zu kaufen. Wird man andernfalls erwischt, kann dies sehr teuer werden.

Im Fall des Sequoia Nationalparks kostet der Besuch mit einem PKW bei maximal sieben Tagen Aufenthalt $ 35. Die Jahreskarte für dutzende Nationalparks hingegen gibt es schon für $ 80! Eine Liste aller gültiger Nationalparks findest Du hier. Wundere Dich nicht, in den USA bezahlst Du meist pro PKW, nicht pro Person.

Mammutbaum
Mammutbaum
Mammutbaum
Mammutbaum
Mammutbaum
Mammutbaum
Mammutbaum
Wir

Der Vorteil des Jahrespasses ist auch, dass er auf eine zweite Person übertragbar ist! Du hast auf der Plastikkarte zwei Unterschriftsfelder. Bei Betreten eines Parks musst Du dann die Plastikkarte und Deinen Ausweis vorzeigen. Der Pass ist zum Monatsende des Kaufmonats noch 12 Monate gültig. Kaufst Du ihn beispielsweise Anfang August 2019, ist er bis 31. August 2020 gültig. Kauf ihn einfach am Kassenhäuschen des jeweiligen Nationalparks. Die Bestellung online mit Versand nach Europa klappt nämlich nicht. Der Preis ist eh derselbe.

Wir sparten richtig mit unserem Jahrespass von Juni 2018 an und besuchten insgesamt drei Nationalparks, somit sparten wir um die $ 25. Meine Arbeitskollegin reiste auch noch zweimal damit in die USA nach Kalifornien und Florida. Auch sie nutze ihn mehrmals.

Dein Roadtrip durch die USA sollte gut geplant sein!

Wenn Du keine USA-Erfahrung besitzt, solltest Du beim ersten Mal ganz besonders auf unliebsame Überraschungen vorbereitet sein. Bereits vor einigen Monaten schrieb ich hierzu einige Tipps. Eins vorweg, die USA bestehen aus verschiedenen Staaten, Counties und Städten. Und alle haben ihre eigenen Gesetze und Vorschriften. Selbst bei der Anmietung Deines Mietwagens kann es zu Restriktionen bei Grenzüberschreitungen innerhalb der USA kommen. 

Gerade beliebte Urlaubsregionen strotzen geradeso von merkwürdigen Regelungen. So darfst Du in den Hamptons nicht einfach so irgendwo anhalten. So verhindert man natürlich, dass die Straßen nicht von fotografierenden Touristen blockiert werden. 

Die USA sind nicht Deutschland! In Deutschland findest Du mehr Straßen als irgendwo sonst auf der Welt. Zwar lieben die Amerikaner ihre Autos, doch das Straßennetz ist sehr marode und dünn gesät. In manchen Gegenden gibt es meilenweit keine Alternativrouten. Deswegen solltest Du, wie schon oft erwähnt, wirklich immer genügend Getränke, Speisen und Notfallkleidung im Auto dabei haben.

Road Trip

Nach unserer Stippvisite bei den Riesen unserer Welt ging es mit unserem Luxury Car non-stop nach Palm Springs!