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Sansibar ist sehr vielfältig, nicht nur der traumhafte Indische Ozean sollte ein Grund für Dich sein, nach Sansibar zu reisen. Auch geschichtlich hat Sansibar sehr viel zu bieten. Am besten lernst Du dies bei einer geführten Tour durch Stone Town kennen. Die orientalische Altstadt, gepaart mit Elementen aus der Kolonialzeit, der Herrschaft des Omans und den frühen Einfluss von Portugal und Indien bilden den Schmelztiegel einer der ehemaligen größten Handelszentren unseres Planeten.

Inhaltsverzeichnis des Beitrages

Stone Town

Stone Town wird als der historische Teil von Sansibar Stadt bezeichnet. Die Altstadt ist durch die UNESCO als Weltkulturerbe geschützt. Früher war der heutige Stadtteil vom restlichen Festland durch Wasser getrennt. Erst später schüttete man diese Fläche auf. Auch wenn in vielen Reiseführern davon gesprochen wird, dass Stone Town für Touristen gefährlich sei, konnten wir dies selbst nicht feststellen. Dies mag aber auch daran liegen, dass ein Großteil des Viertels durch Überwachungskameras beobachtet wird.

Nur mit einem Guide

Anders als sonstwo auf der Welt, empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen ortserfahrenen Fremdenführer zu buchen. Dies geschieht am besten direkt im Hotel. In unserem Fall wurde der gesamte Ausflug inklusive einem Besuch einer Spice Farm und dem Taxi für den ganzen Tag von unserem Hotel „The Zanzibari“ organisiert. Und dabei sind die Touren günstiger als man annehmen würde.

Wie bereits des Öfteren beschrieben, ist Sansibar nicht durch große Touristikkonzerne organisiert. Sämtliche Anbieter arbeiten im Kleinen. Daher sind die Touren auch sehr privat. Meistens kommt ein Guide auf zwei bis vier Touristen. 

Stone Town steckt voller Leben, zwar findet man in den bekannten Onlineportalen den ein oder anderen Tipp, vor Ort steckt aber so viel mehr hinter den Fassaden, was man wirklich nur von erfahrenen Guides erfährt. Man kann fast sagen, Sansibar ist touristisch noch nicht abgegrast.

Anglikanische Kathedrale

Nachdem durch die Engländer der Sklavenhandel aufgelöst wurde, ließen sich anglikanische Missionare auf dem ehemaligen Sklavenmarkt nieder. 1873 begann der zehnjährige Bau der Kathedrale. Die Architektur spiegelt die typische Bauart christlicher Kirchen in Ostafrika wider. Der dritte Bischof Sansibars, Edward Steere war maßgeblich bei der Umsetzung seiner Vision beteiligt.

1903 wurde die Kirche zur Feier der Auflösung des Sklavenhandels eingeweiht. Wie fast alle anderen historischen Gebäude auf Sansibar besteht auch hier das Gemäuer aus Korallenstein. Einzigartig ist allerdings das Dach aus Beton.

Ehemaliger Sklavenmarkt

Vom 17. bis 19. Jahrhundert wurden Sklaven hauptsächlich für Plantagen im Süd-Irak, Amerika und Europa gehandelt. Da die Westküste Afrikas nur bedingt den damaligen Markt stillen konnte, konzentrierten sich die Sklavenjagden hauptsächlich auf Ostafrika. In dieser grausamen Zeit wurden so ganze Völker vernichtet. Unter dem Sultan von Oman entwickelte sich Sansibar neben Lamu und Pate zu den Hotspots des damaligen Sklavenhandels. Namen, wie die des Sklavenhändlers Tippu-Tip sorgten damals für Angst und Schrecken.

Nachdem im 19. Jahrhundert immer mehr westliche Staaten (Frankreich, USA, Brasilien,…) die Sklaverei verboten hatten, sank deutlich die Nachfrage und dementsprechend der Preis. Durch diesen Preisverfall war es nun vermehrt arabisch islamischen Staaten möglich, sich in großen Mengen Sklaven zu beschaffen. Diese Sklaverei wurde teilweise dort erst im 20. Jahrhundert abgeschafft. Erst unter Druck der Royal Navy wurde die Sklaverei auf Sansibar ab den 1860er Jahren nach und nach erschwert und letztlich abgeschafft.

Heute zeugt ein Museum der anglikanischen Kirche am ehemaligen Sklavenmarkt von dieser dunkeln Zeit. Auf großen Tafeln sind die Ereignisse chronologisch dargestellt. Letztlich hast Du auch Zutritt zu den beiden Abfertigungsräumen. In diesen beiden wenigen Quadratmetern großen Räumen wurden die Sklaven auf ihre Verschiffung vorbereitet. Die Räume sind so niedrig, dass niemand stehen konnte. Hunderte Sklaven warteten so gleichzeitig auf ihre Abholung.

Sklaven Denkmal

Noch vor etwa 150 Jahren war Sansibar der Hotspot des weltweiten Sklavenhandels. Unter der arabisch geprägten Herrschaft wurden Sklaven weltweit auf Plantagen, Bergwerke und Felder verteilt. Während man in Europa versucht, Denkmäler durch symbolisierte Szenarien wider zu geben, legte Clara Sörnäs wert auf die anschaulische Darstellung dieser grausamen Zeit. Das Denkmal ist etwas versteckt in den Außenanlagen der anglikanischen Kathedrale zu finden.

Darajani Market

Der Darajani Markt ist der Hauptmarkt für Meeresfrüchte, Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleisch und inzwischen auch Non-Food. Er ist umgangsprachlich auch als Marikiti Kuu bekannt, was auf Swahili wiederum Hauptmarkt heißt. Ein weiterer Name ist Estella Market (nach Countess Estella, die Schwester von Lloyd Mathews, dem Premierminister von Sansibar). Die große Markthalle wurde im Jahr 1904 von Bomanjee Maneckjee für Sultan Ali bin Hamud gebaut. Die Markthalle befindet sich in der Nähe der anglikanischen Kirche, in der Darajani Straße. Schau Dir dieses bunte Treiben an.

Es wirkt für einen fast unglaublich, unter welchen Umständen bei der Hitze Fleisch und Fisch gehandelt wird. Immerhin kannst Du wohl ohne Bedenken Gewürze und Obst kaufen. Klar zahlst Du bei den Gewürzen den Touripreis, aber wenn Du weiß, was ein Gramm Safran bei uns kostet, dafür bekommst Du dort 100 Gramm. Etwas befremdlich mag es auch sein, dass man sich ein lebendes Huhn aussucht, was dann  für Dich erst geschlachtet wird. Besonders interessant sind die Preisverhandlungen, die wie in alten Börsenfilmen wirken. Man ist eben auf einem richtigen Basar!

Die Türen auf Sansibar

Es gibt in Stone Town drei Arten von Türen, die man in Stone Town antreffen kann. Diese sind indisch, arabisch und Suaheli. Die arabischen Türen sind dabei besonders dekoriert. Sie haben oft eine Inschrift in arabischer Sprache. Traditionell waren die Türen in der Vergangenheit rechteckig. Später begannen sie mit halbkreisförmigen Oberteilen. Die Türen im indischen Stil sind oft nach Gujrati-Art gestaltet. Sie sind mit riesigen Messingknöpfen und -bolzen versehen. Dies wurde zunächst zur Abschreckung von Elefanten in Indien eingesetzt.

Stone Towns Luxushotels

Inmitten zerfallener Straßenschluchten stehen sie, die Paläste aus einer anderen Zeit. Seit wenigen Jahren wurden diese Prunkstücke orientalischer und indischer Architektur in stilvolle edle Hotels umgewandelt. Wer sich länger auf Sansibar aufhält, sollte sich den Luxus leisten zwei drei Nächte in Sansibars Hauptstadt zu nächtigen. Anschließend können wir Dir einen Aufenthalt in Nungwi empfehlen.

The Swahili House Zanzibar

Nun zahlte es sich eindeutig aus, dass wir einen ortskundigen Guide hatten. Denn niemand von uns käme auf die Idee, in irgendein Haus einfach hinein zu gehen. Was wir dann allerdings, nachdem wir einen recht modernen sehr schmalen Aufzug nahmen, zu Gesicht bekamen, war echt einzigartig! Diese Roof Top Bar bietet bereits mittags einen grandiosen Ausblick. Man stelle sich dies erst einmal beim Sonnenuntergang vor. Und keine Angst, die Preise sind ok.

Das Hotel

Im geschäftigen Herzen von Stone Town befindet sich das Swahili House – traditionelle Suaheli-Einflüsse und authentische Gastfreundschaft kombiniert mit modernen Einrichtungen. Das Swahili House (Suaheli-Haus) wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert als indisches Handelshaus eingerichtet und genutzt. In den darauf folgenden 125 Jahren wurde das Gebäude zu einem Heim für eine der vielen Sultansfamilien, die Sansibar bewohnten. Der größte Teil des Hotels wurde in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, was Deinen Aufenthalt im Suaheli-Haus zu einem echten Sansibar-Erlebnis macht! Das beeindruckende Gebäude hat fünf Stockwerke, die alle um einen schönen traditionellen Sansibar-Hof herum gebaut sind. Das Hotel bietet 23 Zimmer, die sich auf vier Etagen verteilen. Zur Ausstattung gehören: vier Sultan-Suiten – große, geräumige Zimmer mit Balkon 19 Deluxe-Zimmer – Standard-Doppel- oder Zweibettzimmer Alle Zimmer sind mit Deckenventilatoren, Moskitonetzen und Klimaanlage ausgestattet. Jedes Zimmer hat ein eigenes Badezimmer mit warmem und kaltem Wasser, Seife, Shampoo, Handtüchern und Wasserflaschen.

Die Roof Top Bar

Hoch über den belebten Straßen von Stone Town befinden sich auf dem luftigen Dach eine Bar und ein geräumiger Restaurantbereich. Hier kannst Du Frühstück, Mittagessen, einen Cocktail oder ein Abendessen genießen, während Du einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt und die Suaheli-Küste hast. Auf der Dachterrasse befinden sich außerdem ein entspannender Tauchpool und ein Sonnendeck mit Blick auf den Indischen Ozean.

Das Hotel bietet eine Kombination aus lokalen und internationalen Gerichten unter Verwendung frischer, lokaler Zutaten der Saison an und die Speisekarte bietet eine Fusion von Gewürzen und Geschmacksrichtungen aus dem Osten und dem Westen. Die Speisekarte ändert sich dabei täglich. Das Angebot umfasst auch eine Vielzahl von Weinen, internationalen Spirituosen und köstlichen Cocktails, die man beim Anblick der herrlichen Sonnenuntergänge unbedingt genießen sollte. Täglich von 07:30 – 22:00 Uhr geöffnet, mit Frühstücksbuffet und kontinentalen Optionen. Es gibt ein Restaurant vor Ort, das eine Vielzahl internationaler Gerichte serviert und auch vegetarische Optionen anbietet.

The Africa House

Das 2003 nach einer umfassenden Restaurierung wiedereröffnete Hotel, das von 1888 bis zum Ende der Kolonialzeit als English Club diente, zählt heute zu den charaktervollsten Unterkünften auf Sansibar. Der englische Club Sansibars war der älteste Auslandsclub in Ostafrika. In den Mitgliedsregeln von 1888, dem Jahr der Gründung heißt es, dass sie für die Vereinigung einer unbegrenzten Anzahl von in England ansässigen Personen zusammen mit den in diesen Gewässern stationierten Offizieren der Königlichen Marine eingerichtet wird.

Zu diesem Zeitpunkt waren die RN-Offiziere von nicht weniger als sechs Kriegsschiffen in der Überzahl. In den 1950er Jahren wurde die Berechtigung zur Mitgliedschaft auf alle britischen Staatsbürger oder amerikanische Bürger europäischer Herkunft ausgeweitet. Außerordentliche Mitglieder könnten auch aus anderen Gebietsansässigen gewählt werden, wie zum Beispiel die Vertreter der europäischen Handelsgesellschaften. Die Ehrenmitgliedschaft wurde auf ansässige Mitglieder der Universitätsmission in Zentralafrika, der katholischen Mission in Sansibar, Offiziere der Streitkräfte, Offiziere aller britischen Kabel- oder Handelsschiffe oder Zivilflugzeuge usw. ausgedehnt. Es gab auch Gegenseitigkeit mit ähnlichen Clubs in Nairobi, Dar es Salaam und Mombasa, was bei Reisen in Ostafrika ein Bonus war.

Damals wurden den Clubmitgliedern aber auch deren Gästen für die An- oder Abreise Zimmer und Verpflegung zur Verfügung gestellt. Das sehr pompöse Anwesen bot viele prunkvolle Säle und Sportmöglichkeiten. Heutzutage ist das Hotel für die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten und große Dachterrasse bekannt. 

Die Restaurants und die Terrasse sind frei zugänglich. Auch hier sind die Preise bezahlbar. Im Hintergrund kann man auch das schwimmende Dreamer’s Island Hotel sehen. Natürlich kannst Du auch hier einen fabelhaften Sonnenuntergang über dem indischen Ozean erleben.

Dhow Palace Hotel

Die Dhow (auf Deutsch: Dhau), der Herzschlag der ostafrikanischen Kultur, transportiert seit Hunderten von Jahren Menschen, Waren und Schätze nach und von Sansibar. Heute dient der Dhow-Palace als Treffpunkt für Menschen und Kulturen aus der ganzen Welt inmitten eines Dekors und von Artefakten aus einer vergangenen Zeit. Der Dhow-Palace war ursprünglich die Heimat eines reichen Händlers, Scheich bin Mujbia. Bin Mujbia und seine Nachkommen behielten das Gebäude mehr als drei Jahrhunderte lang, bevor es verkauft wurde.

Das Dhow-Palace-Gebäude, das sich mitten im Herzen Stone Towns befindet, war Zeuge vieler Ereignisse, die in Sansibar stattfanden, bevor das Dhow-Gebäude selbst 1993 in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückte, als es von einem Familienhaus in dieses elegante Hotel umgewandelt wurde. Im Jahr 2005 hat es erneut die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als der neue Flügel hinzugefügt wurde. Der Dhow-Palast kann als ein lebendes Museum beschrieben werden, das sich den Möbeln, der Kunst und den orientalischen Ornamenten widmet, die in den vergangenen Jahrhunderten den Weg an die Ufer Sansibars gefunden haben.

Jaws Corner

Der kleine Platz inmitten der Häuserschluchten ist ein ganz bekannter Ort. Hier traf man sich in der Historie, um gemeinsam zu essen und zu trinken. Bekannt ist dieser Platz auch für ein Telefon, mit dem man gratis Ferngespräche führen könne. Unser Guide erzählte uns, dass auf diesem Platz der erste Fernseher der Insel stand. Noch heute treffen sich die Sansibaris um dort vor allem Fußball gemeinsam zu schauen.

Impressionen

Beim Schlendern durch die schmalen Gassen spürt man das orientalisches Flair noch immer. Es ist, als hätte Stone Town in einem Dornröschenschlaf geschlummert. Mal abgesehen von Strom und Kameras und selten ein Auto, ist alles wie früher, lange vor unserer Zeit. Um es zu vergleichen, wir warten noch immer auf die Eröffnung des BER, auf Sansibar sticht nächsten Monat die Titanic in See. 

Es ist faszinierend, wie trotz Globalisierung fast kein großes Unternehmen Fuß auf Sansibar gefasst hat. Das Bild der uns einzig bekannten DHL-Station beschreibt das ganze recht gut. In der Nähe des Doubletree by Hilton befindet sich die wohl einzige Hertz-Station. Station ist übertrieben, es ist vielmehr ein kleines Fenster. Direkt gegenüber das Gebäude ist bekannt dafür, dass dort die erste Telefonleitung zum Festland ankam.

Auch interessant ist der deutsche Einfluss auf Sansibar. Anders als sonstwo wohl nicht als Besatzer, der German Club zeugt aber heute noch von dieser Zeit. Da Du in der deutschsprachigen Literatur nur sehr wenig über Deutschland und Sansibar findest, werde ich demnächst mit Verweis auf zuverlässige Quellen mehr dazu schreiben. Laut unserem arabischen Guide gab es aber wohl eine Zeit, in der man entweder Englisch oder Deutsch war…

Leider nagte der Zahn der Zeit zu lange unbeschwert an der Bausubstanz vieler großer orientalischer Prachtbauten. Als Baumaterial diente meist Korallstein. Inzwischen gibt es einige Investoren aus aller Welt, die bemüht sind, die Straßenzüge originalgetreu zu erhalten. Erschwerend kommt hinzu, dass fast alle Materialien teuer vom Festland oder weit aus dem Ausland importiert werden müssen.

Handwerk auf Sansibar

Ein Schreiner käme auf Sansibar kaum noch aus dem Staunen heraus. Wenn man sieht, was die Sansibaris mit primitivsten Mitteln für hochwertige Möbel, Türen und Fenster erschaffen. Als Grundlage dient meist Treibholz, Dhowholz oder sogar Europaletten. Mit Handbohrer und Hacke werden die guten Stücke in Form geschafft. Selbst mit unseren Maschinen wäre diese Kunst unbezahlbar.

Da es auf Sansibar keine Möbelhäuser gibt und auch der Import vom Festland fast unmöglich ist, findest Du in allen Hotels diese großartigen massiven Möbelstücke. In den kleinen seltenen Souvenier-Shops, in denen Du fast ausschließlich nur bar bezahlen kannst, kannst auch Du diese Handwerkskunst kaufen.

Freddie Mercury

Sansibar hat nur wenige uns bekannte Söhne und Töchter. Ein weltbekannter Sohn ist allerdings der am 5. September 1946 auf Sansibar geborene Farrokh Bulsara. Kennst Du nicht? Es ist der uns bekannte britische Rocksänger Freddie Mercury. Freddie Mercury war Komponist und Leadsänger der Gruppe Queen, unter anderem bekannt durch Songs wie Bohemian Rhapsody oder We are the Champions.

Forodhani Gardens

Die Forodhani Gärten sind Stone Towns prächtige Hafenpromenade. Zwischen dem Seehafen und der Altstadt, direkt vor dem Haus der Wunder gelegen, ist die Promenade jeden Abend ein riesiger Food Market. Sämtliche Kulturen sind hier vertreten. Die offenen Grills und Öfen bieten alles, was Sansibar zu bieten hat und das ist wirklich sehr vielfältig.

Es gibt unzählige Delikatessen der arabischen (Omanis, Yemenis und Perser), indischen, europäischen und chinesischen Küche. Am meist gefragtesten sind jedoch Pilau, Biryani, Hühnerchips, Sansibar-Mischung (Urojo) und die uns bereits bekannte Sansibar-Pizza.

House of Wonders (Beit Al Ajaib)

Das Haus der Wunder ist ein Palast direkt an den Forodhani Gärten am indischen Ozean. In früheren Reiseführern war zu lesen, dass ein Stadtbesuch ohne das Haus der Wunder unvollständig sei. Mit Abstand ist dieser Palast das größte Gebäude in Sansibar Stadt, doch leider ist es seit einigen Jahren einsturzgefährdet und daher nicht besuchbar. Aber auch von außen fasziniert das riesige Gebäude.

1883 wurde das stolze Gebäude direkt neben dem arabischen Fort an der Hafenpromenade gebaut. Der Palast diente im 19. Jahrhundert als Zeremoniepalast für den damaligen Sultan von Oman. Den Namen Haus der Wunder bekam das Gebäude allerdings nicht durch den Sultan. Sondern durch die Tatsache, dass dieses Gebäude das erste Gebäude in ganz Ostafrika war, welches Elektrizität hatte. Dem ist noch nicht genug, es gab auch den ersten Aufzug in Ostafrika. Somit war dieses Haus ein echtes Wunder in der Region.

Der prachtvolle Bau diente bis zur Abdankung des letzten Sultans im Jahre 1911 als Sitz des Sultans von Oman. Gebaut wurde das Haus im Auftrag von Bargash ibn Said, der seit 1870 über Sansibar herrschte.

Auch wenn der aktuell sehr schlechte bauliche Zustand der Altstadt jährlich viele tausende Touristen anzieht, befinden sich inzwischen viele Gebäude in einem sehr kritischen Zustand. Seit 2000 gehört die Altstadt Stone Towns zu den Weltkulturerben der UNSECO. Doch so ein Status ist auch an viele Auflagen gebunden. Umso schlimmer, wenn das „Vorzeige-Gebäude“ Stück für Stück in sich zusammenfällt. So kam es, dass eine komplette Balkonseite abstürzte. Eigentlich ist im Haus der Wunder das Museum für Kultur und Geschichte beheimatet, was seitdem geschlossen ist. Der Betreiber führt diesen Absturz auf eine defekte Toilette zurück. Sei’s drum, Fakt ist, dass Sansibar wenig für den Erhalt seiner über tausendjährigen Stadtkultur tut. Die UNESCO droht gar mit dem Entzug des Status. Dieses gab es erst zwei mal… Dresden war ein leidiges Beispiel dafür, wenn eine Stadt seinen Alleingang wagt. Mehr dazu kannst Du hier lesen.

Old Fort of Zanzibar

Das alte Fort (Suaheli: Ngome Kongwe), auch bekannt als das arabische Fort, ist eine Festung in Stone Town, der Hauptstadt Sansibars. Es ist das älteste Gebäude und eine der wichtigsten Besucherattraktionen von Stone Town. Es befindet sich an der Hauptstraße am Meer neben einem anderen Wahrzeichen der Stadt, dem Haus der Wunder , gegenüber den Forodhani-Gärten.

Es wurde von omanischen Arabern nach der Vertreibung der Portugiesen im Jahr 1699 gebaut. Im 19. Jahrhundert wurde es zunächst als Garnison und Gefängnis genutzt und später als Terminal der Sansibar-Eisenbahn. Diese verband das Dorf Bububu mit Stone Town. Ein neues Wachhaus wurde 1947 gebaut und als Frauenclub genutzt und in den 1990er Jahren kam ein Amphitheater hinzu. Heute ist es der Sitz des internationalen Filmfestivals von Sansibar. Das Fort ist im Wesentlichen ein Platz mit hohen, braunen Mauern mit Zinnen, die einen Innenhof schützen. Im Innenhof befinden sich einige Überreste früherer Gebäude, darunter die einer portugiesischen Kirche und einer weiteren omanischen Festung. Bekannt ist die Anlage auch unter dem Portugiesischem Fort. Heute finden dort Festivals und Filmfestspiele statt.

Shoppen in Stonetown

Wie auf ganz Sansibar wirst Du auch hier keine große bekannten Modeketten antreffen. Das Shopping ist also auf Hand Craft und Gewürze begrenzt. Aber auch Tuchliebhaber kommen auf ihre Kosten. Und vergiss nie zu handeln. Sehr teuer ist zum Beispiel Eis. Hier kostet ein Eisbecher etwa das vierfache des uns gewohnten Preises. Und denk an Bargeld.

Unser Hotel in Nungwi

Das Gesamtpaket des Hotels stimmt einfach! Zusammen mit dem Frühstück oder einer Halbpension, bekommst Du alles für einen sorgenfreien und authentischen Traumurlaub. Das Rundum-Paket ist einfach top. Gerade wenn Du abseits von Reihenvillen großer Hotelketten einen unvergesslichen Aufenthalt und Deine Ruhe erleben willst, wirst Du die familiäre Gastfreundschaft lieben und schätzen lernen.

Diese Tour wurde im The Zanzibari BOUTIQUE HOTEL gebucht. Der Taxi-Transfer gehört bereits zur Tour. Als Gast des sehr authentischen Boutique Hotels kannst Du die Stone Town Tour täglich, sofern das Wetter passt, buchen. Wir finden: AUF JEDEN FALL EIN MUSS!

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Das Tourismusbüro

Mit einfachen Mitteln präsentiert sich Sansibar. Gerade dies macht Sansibar so einzigartig. Nirgends sieht man die großen weltbekannten Touristikkonzerne, die schon so manche Reisedestination in ein riesiges Disneyland verwandelten. Sansibar hingegen wirkt noch ursprünglich und altmodisch. Tourismus wie vor hundert Jahren!

Unser Fazit

Stone Town sollte zu jeder Sansibar-Reise gehören. Man fühlt sich wie in einer anderen Zeit. Sansibar steckt voller Mythen und Geschichte. Nirgendwo sonst sind die verschiedenen Kulturen der Insel noch heute so allgegenwärtig. Du musst auch beachten, dass es noch vor etwa 20 Jahren strengstens verboten war, in Stone Town zu fotografieren. Dieser heute eher kleine Ort war noch vor wenigen Jahrzehnten und Jahrhunderten der Hotspot aller großen Kaiser, Könige, Sultane… Das klingt heutzutage so surreal, doch zeigt es zugleich, welch geschichtlich wichtiger Ort hier vorliegt.

Mit einem Guide erfährst Du wirklich viele Hintergründe, die Du ansonsten wohl links liegen lassen würdest. Auch wenn Stone Town relativ sicher scheint, solltest Du Dich dennoch gegen Taschendiebstähle sichern. Außerdem, hab immer Bargeld mit Dir!!! Fast nirgends ist Kartenzahlung möglich. Auf Sansibar gibt es kaum Geldautomaten, selbst in Stone Town gibt es nicht mal eine Hand voll davon. Immerhin gibt es in der Nähe des Darajani Marktes einen. Dein Guide wird Dich hinführen!

Solltest Du die Möglichkeit haben, übernachte vielleicht sogar zwei drei Nächte in einem der bekannten Hotels. Stone Town aber auch Sansibars DDR-Plattenbau sind einen Besuch wert!