Auf das Körperpeeling von TROMBORG bin ich bei unserem Dänemarkurlaub im Juli letzten Jahres gestoßen. Damals lag mein Fokus noch nicht auf den Inhaltsstoffen. Vielmehr hat mich das für skandinavische Länder so typische Verpackungsdesign angesprochen. Versteckt sich hinter dem spontanen Duty-Free-Einkauf am Flughafen von Kopenhagen etwa ein kleines Juwel?  

Inhaltsverzeichnis:

Zunächst einmal, die Jahreszeit spielt bei mir keine Rolle. Ob Sommer oder Winter, meine Haut fühlt sich an den bekannten Stellen wie Schienbein, Ellenbogen und Knie immer gleichermaßen rau und trocken an. Peelen hilft mir, danach ist meine Haut fühlbar zarter und deutlich geschmeidiger.

Allein aus diesem Grund mag ich die Annehmlichkeiten eines Körperpeelings schon mal sehr und ich bin mir sicher, dass selbst die unkomplizierteste Haut sich genauso über diese Extraportion Pflege freut. Und nebenbei, peelen regt ja auch die Durchblutung an.

Die Anwendung, Sinn und Zweck eines Peelings muss ich vermutlich nicht erklären, also komme ich gleich zu den Inhaltsstoffen des Body Salt Scrubs.  

Die Inhaltsstoffe

Das Peeling besteht aus gerade mal 7 Inhaltsstoffen. Die Grundlage bildet Totes-Meer-Salz. Totes-Meer-Salz soll ja durch seine vielen Mineralien, wie zum Beispiel Magnesium, Kalium und Kieselsäure sehr Haut regenerierend wirken. Man sagt ihm auch nach, dass es Juckreiz lindert.  

Angereichert wird das Body Salt Scrub von TROMBORG neben dem Meersalz weiterhin mit pflegendem Mandelöl, Extrakten der Kiwi und Mango, sowie Weizenkeim- und Sonnenblumennöl. Auch Algenextrakt findet man auf der siebten und gleichzeitig letzten Stelle der Inhaltsliste.

Mandelöl ist beispielsweise dafür bekannt, ein äußerst mildes Öl zu sein, was gut in die Haut einzieht. Diese Eigenschaft ist besonders für empfindliche und sehr trockene Häute vorteilhaft. Gleich danach folgt das Weizenkeimöl. Ein achtbarer Sparringspartner wie ich finde, weil er reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E sein soll. Es zieht ebenfalls gut in die Haut ein und kann obendrein verhornungsregulierend wirken. Genau wie Mandelöl ist Weizenkeimöl rückfettend. (*Rückfettende Produkte unterstützen die Haut dabei, ihren natürlichen Fettfilm zu bewahren, damit diese ihrer Schutzfunktion nachkommen kann.)

Body Salt Scrub TROMBORG kiwi mango
Vor der Anwendung bitte schütteln.

Die Extrakte der Kiwi und Mango verleihen dem Body Salt Scrub seinen wunderbaren tropischen Duft. Kiwi und Mango sind übrigens keine Zitrusfrüchte. Das erwähne ich deshalb, weil Du vielleicht schon einmal gehört hast, dass es bei ätherischen Ölen mit Auszügen aus Zitrusgewächsen viel eher zu Hautreizungen in Verbindung mit Sonneneinstrahlung kommen kann. Hier muss ich allerdings gleich hinterherschieben, dass es keine 100%ige Garantie gibt. Jede Haut reagiert auf jegliche Art von Duftstoffen anders, selbst wenn sie natürlichen Ursprungs sind. Bei mir kam es zu keiner Reizung. 

An fünfter und vorletzter Position finden wir das Sonnenblumenöl. Sonnenblumenöl soll die Haut ebenfalls schön geschmeidig halten und ist obendrein auch noch ein gutes Antioxidans. Aufgrund seiner Beschaffenheit (Lecithin) wird es aber oft eher als konsistenzgebender Bestandteil und kostengünstiger Emulgator eingesetzt. Das Öl ist leicht und (ver)mischt sich gut. Sonnenblumenöl findet man in der Naturkosmetik eigentlich ganz häufig in Produkten mit Reinigungswirkung.   

Bleibt am Ende noch das Algenextrakt. Algen stehen im Ruf extrem feuchtigkeitsbindend zu sein und dadurch ein frisches Gefühl auf der Haut zu hinterlassen.

Alles zusammengenommen zielt die Body Salt Scrub Textur bewusst darauf ab, so reizarm und natürlich zu sein wie es nur geht.   

Die Marke TROMBORG

Das dänische Beauty-Label TROMBORG wurde bereits 2003 gegründet. Die ersten Produkte lancierte Marianne Tromborg, Visagistin und Gründerin der gleichnamigen Marke, anfänglich mit ihrem besten Freund, dem Modefotografen Michael Wendt. 2006 stieg auch ihr Mann Tim Schyberg in die Firma mit ein und „mischt“ seitdem als Mastermind hinter der skandinavischen Pflege- und Make-up Linie, ordentlich mit.  

Hier muss man wissen, dass Tim Schyberg Vollblut Biochemiker ist und er und sein Team die innovativen Wirkstoffkombinationen der Marke TROMBORG selbst entwickeln. Marianne Tromborg hatte schon von Beginn an den Anspruch natürliche UND funktionelle Kosmetik herzustellen. Wissenschaft und Natur, da sind sich beide einig, muss da kein Widerspruch sein.

Bio-Intelligenz in ihrer schönsten Form, so bezeichnet es Marianne Tromborg auf ihrer Homepage. Und Tim Schyberg, der laut eigenen Angaben selbst hochgradig allergisch ist, wird wissen, wie wichtig das Zusammenspiel von Konzentrationen und Inhaltsstoffen ist. Grob zusammengefasst arbeitet man (immer mit Blick auf die neusten Erkenntnissen aus der Anti-Aging-Technologie) mit pflanzenbasierten Inhaltsstoffen, ätherischen Ölen und sogenannten „Power Peptides“, also Aminosäurenverbindungen.

Körperpeeling
Nach dem Öffnen beträgt die Haltbarkeit ca. 6 Monate.

Auf die Frage, ob denn die Inhaltstoffe ihrer Marke alle biologisch seien, antwortete Marianne Tromborg mal folgendes: „Nein, Wasser ist nicht organisch. Das ist auch kein Salz. Mischt man Wasser beispielsweise mit Salz, nennt man das Chemie. Das Tote-Meer-Salz, welches wir für unsere Peelings verwenden, stammt aus der Natur, ist aber richtigerweise ein Mineral. Zwar ein Mineral natürlichen Ursprungs, dennoch 0% biologisch.“

Vielleicht ein Grund weshalb das Label auf eine Bio-Zertifizierung ihrer Produkte verzichtet. Hier kommuniziert man allerdings auch offen, dass man Zertifizierungen generell eher skeptisch gegenübersteht und wenig Sinn darin sieht. Zertifizierungen so heißt es, kosten erst mal nur viel Geld. Am Ende geben sie dann lediglich darüber Auskunft, was alles nicht in einem Produkt enthalten sein darf. Im Hause TROMBORG will man aber genau das, darüber sprechen was tatsächlich in den Tiegeln ist.

Man ist stolz darauf, dass (fast) die gesamte Produktpalette in Dänemark produziert und auch von dort versandt wird. Einzige Ausnahme bildet das Make-up. Dies lässt man in Italien pressen.  

Skandinavische Ausgeglichenheit

Wenn ich ein Körperpeeling verwende, möchte ich mir und meiner Haut natürlich etwas Gutes tun. Trotzdem soll es schnell gehen. Deshalb gebe ich generell schon mal Öl-haltigen Produkten den Vorzug, denn das erspart mir im Regelfall das eincremen nach dem Peelen. Bedingt durch die clevere Wirkstoffkombination von dem recht feinkörnigen Totem-Meer-Salz und des Mandelöls, benötigt man nach dem Body Salt Scrub erfreulicherweise auch keine zusätzliche Feuchtigkeitspflege. Die Haut ist anständig gepeelt, schimmert frisch und ist – was ich besonders mag- samtweich.

Nirgendwo mehr eine raue Stelle und der feine Duft haftet auch noch ein wenig an der Haut. Ob man sich nun für die Duftrichtung Kiwi-Mango (siehe Inhaltsstoffe), Zitronengras oder Orange entscheidet, ist reine Geschmackssache. Erst hatte ich Sorge, dass die Mango eventuell zu künstlich rüberkommt oder die Kiwi zu sauer angereichert ist. Das war unbegründet, denn die ätherischen Öle sind so gut ausbalanciert, dass man meinen könnte einen leckeren fruchtigen Obstsalat vor sich stehen zu haben.

Als Peelgrundlage bei meiner Selbstbräuner-Routine hat sich das Body Scrub übrigens auch gut bewährt. 

Clean Beauty?

Eindeutig ja. Dieses Peeling entspricht definitiv meiner Vorstellung von Clean Beauty. Mikroplastik oder andere kontrovers diskutierte Stoffe sucht man (Gott-sei-Dank) vergebens. Wichtig zu wissen, mit dem ungeschützten Oberbegriff Clean Beauty verbindet jeder etwas anderes. Mein Fokus liegt auf den „guten“ Inhaltsstoffen und diese müssen nicht zwangsläufig 100% natürlich sein. Clean Beauty steht hier also nicht für reine Naturkosmetik.

Der Erwerb des Body Salt Scrub war ja nun zufällig. Frei nach dem Prinzip zwei Meinungen sind besser als eine, verfahre ich inzwischen allerdings so, dass ich vor dem Kauf alle Inhaltsstoffe zusätzlich (neben üblicher Fachliteratur) durch zwei spezielle Datenbanken jage. Das ist zeitaufwendig und kostet mitunter Geld, doch der Aufwand lohnt sich. Nice to have bewahrt mich diese Art der Recherche vor unnötigen Einkäufen, doch mein Hauptaugenmerk liegt mehr auf den Wirkstoffen mit Blick in Richtung Umweltrelevanz und Gesundheit. 

skandinavian mood

Wenn der Verdacht besteht (und sei es nur ein Hauch), dass ein Inhaltsstoff Schäden an ungeborenen Kinder auslösen, in Brustkrebstumoren nachgewiesen wurde, toxikologisch bedenklich ist oder ins Erbgut eingreifen kann, dann möchte ich das ganz einfach wissen! Das ist meine Intention. 

Ob am Ende nun Weizenkeimöl wegen dem Anteil von Tocopherol für die Konservierung des Peelings zuständig ist oder Sonnenblumenöl die Spreiteigenschaft übernimmt, interessiert mich in diesem Fall dann weniger. Die Inhaltsstoffe sind clean im Sinne meiner Definition und funktionieren. Perfekt!

Lohnt sich der (Nach-)Kauf?

Die Beautybranche ist ja ein Markt, der hart umworben wird. Am Ende des Tages punktet bei uns Verbraucher*innen die Marke, die es schafft unser Vertrauen zu gewinnen und deren Versprechen wir am ehesten glauben. Das dänische Familienunternehmen TROMBORG trifft mit ihrer pflanzenbasierte Hightech-Kosmetik bei mir auf jeden Fall einen Nerv. Ich mag die Firmenphilosophie und finde auch die Gründerin Marianne Tromborg hoch interessant, die genau wie ihre Marke nordische Stärke und Erdverbundenheit ausstrahlt.  

Das Body Salt Scrub gehört sicherlich nicht zu den High-End-Produkten von TROMBORG, das muss man klar sagen, aber es erfüllt mit Bravour seinen Zweck und ist definitiv einen Nachkauf wert. Doch das ist gar nicht so einfach. Wer in Berlin lebt, stattet der Galeries Lafayette einfach einen Besuch ab. Der Rest der Nation landet im World Wide Web bei mehr oder weniger ansprechenden Online-Shops, deren Kaufprozesse so lieblos gestaltet sind, dass ich jedes Mal vom Erwerb absehe.

Auch wenn TROMBORG größtenteils für Werte wie Ästhetik und Wohlbefinden im Einklang mit der Natur steht, steht die Marke auch für eine gewisse Form von Luxus. Das wunderschöne Headquarter in der Amaliegade 16 in Kopenhagen (direkt neben dem Königspalast Amalienborg) spricht da eine deutliche Sprache. Rein aus Neugierde werde ich bei einem nächsten Kopenhagen Trip sicherlich mal vorbei spazieren und wenn ich gerade sowieso in Dänemark weile, bringe ich auch gleich wieder meinen kleinen Urlaubsgruß mit. 

2019 habe ich das Peeling, für umgerechnet circa 29 Euro am Kopenhagener Airport erworben. Regulär kostet das Body Salt Scrub in den meisten dänischen Geschäften allerdings so um die 35 – 40 Euro. Falls es Dich interessiert, meine emotionale Preisschwelle liegt bei etwas über 30 Euro. Was aber gar nicht geht und bei mir auf Unverständnis stößt, sind die fehlenden Informationen über die genauen Inhaltsstoffen der Produkte auf der gesamten Webseite. Wie passt das zusammen, wo man doch gerne über den Tiegelinhalt spricht?

Fazit: Natürlich findest Du in der Heimat für weniger Geld ähnlich gut formulierte Körperpeelings, die genau dieselbe Wirkung erzielen. Wenn Du allerdings Wert auf Raritäten legst, die man nicht so einfach in jedem Bad findet, wirst Du hier fündig. Egal ob als Urlaubsmitbringsel, als Geschenk für Dich oder für einen lieben Menschen, mit dem Body Salt Scrub zieht automatisch ein Stückchen luxuriöse Me Time ein.