Ryanair war bisher ein ständiger Begleiter unserer Citytrips oder Europaurlaube, doch inzwischen muss man sich fragen, ob man dieses Geschäftsmodell noch unterstützen darf. Und hierbei geht es nicht um schlecht bezahltes Personal, mangelnde Sicherheit oder um das Image. Die irische Billigairline stand oft zu unrecht in der Kritik, obwohl sie nur ein ehrliches faires Angebot auf den Markt warf. 

Schöne Erlebnisse zu günstigen Preisen

Das war einmal, zumindest aktuell! Betrachten wir unseren Schwedenurlaub 2016, als wir mit insgesamt sechs Koffern und einem Radkoffer nach Stockholm reisten. Ein wirklich schöner Urlaub, klar kostete das Gepäck extra, aber so ist das nun mal. Dennoch transportierten wir unsere 110 kg Gepäck und uns selbst für weit unter 200,- Euro nach Skavsta und über Växjö zurück nach Weeze.

Jeder von uns beiden steigt jedes Jahr mindestens 20 Mal in ein Flugzeug. Etwa die Hälfte hiervon waren Ryanairflüge. Der Rest fand mit den großen Allianzen statt. Allein dieses Jahr ging es mit Ryanair nach Krakau, Vilnius, Stansted, Trevisio, Lissabon und Bergamo. Eigentlich auch noch ein zweites Mal nach Stansted, doch hier kam einfach kein Flugzeug. Im Dezember soll es, so Ryanair will ein weiteres Mal nach Stansted gehen.

Doch seit Januar 2018 ist alles anders!

Berichtete ich noch vor einigen Monaten davon, dass der Ruf schlechter sei als die Realität, hat sich inzwischen einiges verändert. Wie schon gesagt, ich geb nicht viel auf Mitarbeiterprobleme. Würde man so etwas als Indikator heranziehen, hätten die Lufthansapiloten den wohl schlechtesten Job der Branche. Es wird kein Mensch unserer westlichen Welt zu irgend einem Job gezwungen, daher steht es jedem frei, unter den bekannten Bedingungen zu arbeiten.

Doch womit begann die Misere bei Ryanair? Ryanair und Lufthansa kämpfen seit Jahren einen erbitterten Kampf um Europas Luftfahrtkrone. Je nach Kriterium liegt der eine oder die andere vorne. Konzentrierte sich Ryanair damals auf regionale meist ehemalige Militärflughäfen, ist dies in vielen Teilen längst Geschichte, Spätestens seit den Lizenzen für Barcelona, Hamburg oder Frankfurt, zeigt Ryanair eine deutlich andere Politik. 

Das Beispiel "Frankfurt"-Hahn

Als Ryanair vor etlichen Jahren den eingestaubten Flugmarkt aufpolierte, schossen plötzlich Provinzflughäfen mit großen Beinamen aus dem Boden. So wie zum Beispiel der ehemalige U.S.-Stützpunkt Lautzenhausen. Da Lautzenhausen nicht aussprechbar war, nannten die Amis es kurz Hahn. Ryanair setzte noch eins drauf und nannte das ausgediente Betonfeld inmitten des Hunsrücks „Frankfurt“-Hahn, Das ist aber auch alles, was Hahn mit Frankfurt verbindet, außer der Zubringerbus. Für uns Saarländer war Hahn eine echte Alternative geworden. Konnte man damals noch für wenige Euro mehrmals täglich nach Berlin, gab es seit der Neustrukturierung vor einigen Jahren nur noch interessante Urlaubs- und Städteziele.  Aber auch diese lösen sich mehr und mehr in Luft auf.

In den Spitzenzeiten waren dort sechs Flugzeuge stationiert. Seit dem Umzug nach Frankfurt/Main, Anfang 2018, waren es nur noch fünf. Zahlreiche interessante Ziele, wie Trevisio (Venedig) gibt es nun nur noch ab Frankfurt/Main. Dieser Umzug geschah übrigens genau dann, als Petra nach Venedig reisen wollte! Eigentlich sollte es freitags in der Frühe von Hahn nach Trevisio gehen und Sonntagabend zurück. Der Preis war nicht günstig, aber akzeptabel. Doch einige Wochen zuvor kündigte Ryanair an, dass der Rückflug ausfallen werde. Man hätte die Möglichkeit zu stornieren oder einen Ersatzflug zu bekommen. Klang sehr merkwürdig, denn warum sollte man freitags noch hin kommen, sonntags aber nicht mehr zurück. Der Einfachheit halber  entscheiden wir uns dann dazu, den gesamten Flug ab Frankfurt/Main zu starten. Immerhin war die Umbuchung recht problemlos. Negativ war aber, dass es plötzlich Freitagmittag hin ging und Sonntagmittag zurück! Man verlor also etwa sechs Stunden vor Ort. Hinzukommen knapp 150 km mehr Weg und 30,- € höhere Parkgebühren. Dafür flog man halt ab Frankfurt…

Doch warum?! Einige Tage später las ich in einer Zeitschrift, dass Ryanair ein Flugzeug von Hahn nach Frankfurt verlegte, folglich fehlt auch ein Sechstel an Flugkapazität ab Hahn. 

Unser Haus am See in der Nähe von Växjö

Ryanair gehört in die Provinz!

Klar ist es toll, dass man nun ab Frankfurt nach Barcelona fliegen kann, doch was hat der Kunde davon? – Nichts! Nach dem Umzug nach Frankfurt ist es auch vorbei mit den Billigflügen. Erwischt man mit viel Glück einige sehr wenige Preiskontingente, reist man zu ähnlichen Preisen, wie Lufthansa und Co ab Frankfurt anbieten. Nach Madrid fliegt man mit LATAM sogar im Dreamliner sogar zum gleichen Preis. Legt man einen Hunderter drauf, fliegt man im Liegesitz und Champagner mit zweimal Handgepäck und zweimal 32 kg Aufgabegepäck. Lufthansa bietet teilweise schon Europaflüge ab 29,- Euro an! Hinzukommen teure Parkgebühren und kilometerlange Fußwege. Da ist Hahn schon praktischer! Ein paar Euro Parkgebühren, keinen Stau und in 200 m ist man da, wo man hin muss. 

Aber der eigentliche Grund, warum ich gerne mit Ryanair flog ist, da Ryanair auch interessante Provinzflughäfen ansteuerte. Und genau hier wurde ich bitter enttäuscht. Wie ihr wisst, waren wir im Frühsommer an der Nordsee. Da wir vor Ort ein Elektroauto zur Verfügung gestellt bekamen, kam also nur Flug oder Zug in Betracht. Sylt fiel nach der Air Berlin Pleite erst mal flach. Hamburg ist zu weit weg. Doch gab es da nicht mal Lübeck?! Ja gab es! Ryanair nutzte erst jahrelang Wettbewerbsvorteile und zog dann von heute auf morgen nach Hamburg! Auch kein dänischer Flughafen liegt in der Nähe, also blieb uns nur die schreckliche Bahnfahrt. 

Preis und Streckennetz waren die Hauptargumente für Ryanair! Die Preise liegen statistisch im Schnitt mit anderen Fluggesellschaften und das Streckennetz ist inzwischen ähnlich ausgedünnt wie bei den großen bekannten. 

Annullationen und Verspätungen

Eines der wenigen Highlights war die Derby-Fanfare bei einer pünktlichen Landung! Und die gab es jedes mal, denn fast 100% aller Flüge waren pünktlich. Komisch war also, als der Ryanairchef Ende 2017 sinngemäß verlauten ließ, dass man sich nicht länger vom Kunden abzocken lassen wolle. Er sah Kinder, die mit Rollkoffern zum Flugzeug rannten… Da fragte ich mich nur: Was will er mir damit sagen? Müssen Kinder während des ganzen Urlaubs dieselbe Kleidung tragen?!

Fakt ist, seit Januar 2018 muss das gewöhnliche 10 kg Handgepäck je nach Flughafen entweder selbst zum Gepäckraum getragen oder am gewöhnlichen Check-In-Schalter abgegeben werden. Eine der Begründungen war, dass Ryanair in der Vergangenheit aufgrund des Bord-Handgepäcks zu viele Verspätungen gehabt haben soll… Merkwürdig ist nur, dass es bei dutzenden eigenen Flügen nie zu einer solchen Verspätung gekommen ist. Der Zusatzverkauf von Dienstleistungen stand also wohl eher im Vordergrund. Ich fass es nun mal kurz: Ja es gibt durch das Handgepäck Verspätungen, aber erst nach Einführung der neuen Richtlinien! Übrigens wurde in einem Gerichtsurteil bestätigt, dass der Landezeitpunkt erst erreicht ist, wenn sich die Türen öffnen und die Passagiere das Flugzeug verlassen können. 

Verspätungen sind das eine, Ausfälle das andere. Klar können Verspätungen vorkommen, es gibt auch immer plausible Gründe. Was aber seit der Air Berlin Pleite los ist, zeigt, wie sich alle wie die Geier auf Air Berlin stürzten. Egal ob Lufthansa, Ryanair, Vueling, Laudamotion oder Eurowings, alle erhofften sich, sehr günstig ein großes Stück Kuchen zu bekommen. Was dabei rauskam, kann man derzeit live miterleben. Es wurden Flugkontingente auf den Markt geworfen, da war noch nicht eine einzige Air Berlin Maschine oder Fluglizenz neu vergeben geworden. Taktische Kleinkriege, wie Laudamotion mit Condor und Ryanair führte, waren so ziemlich das letzte, was der Tourismus brauchte. 

Besonders beliebt waren bei diesen Streitereien die Flüge nach Mallorca. Ryanair und Laudamotion warben mit Flügen ab 5,- Euro. Eurowings übernahm viele ehemalige Nikki oder Air Berlin Strecken, ohne die nötigen Kapazitäten aufweisen zu können. Kennt man sich im Flugrecht ein wenig aus, kann ein Flug praktisch ohne Folgen bis 2 Wochen im Voraus ohne wirkliche Konsequenzen storniert werden. Da bringt es also wenig, wenn man zwei 5,- Euro Flüge nach Mallorca ergattert hat und diese dann kurzfristig abgesagt werden.

Unsere erste Annullierung

Streng genommen war es bereits mein zweiter Flugausfall. Vor zwei Jahren fiel aufgrund eines angeblichen Schneechaos in Frankfurt mein Flug von Venedig nach Frankfurt aus. Da es sich um eine Geschäftsreise handelte, war es eh erst einmal halb so wild. Da Lufthansa alle zwei drei Stunden diese Strecke bediente, bekam ich direkt einen Ersatzflug im vorherigen Flugzeug, das so viel Verspätung hatte, dass also meine ursprüngliche Abflugzeit eingehalten werden konnte.

Als wir jedoch zu viert am 10. August 2018 von Luxembourg nach Cambridge reisten wollten, traf es auch uns. Ryanair kündigte für diesen Tag bereits Streiks in Deutschland und Belgien an. Unser Flug sollte also nicht davon betroffen sein. Also fuhren wir gemütlich um 18h Richtung LUX. Angekommen schien auch noch alles ok zu sein. Wie bereits im Februar wurde auch zügig eine Verspätung angezeigt. Klar, es ist der letzte Flug des Flugzeuges, da kommt schon mal ein wenig Verspätung zusammen. 55 Minuten Verspätung wurde uns angezeigt. Der Check-In sei nun geöffnet. Gerade als mein Koffer auf dem Band verschwand und als Petra ihren Koffer aufs Band legte, kam der Anruf. Der Flug sei annulliert.

Kennt man den Flugplan am LUX, weiß man, dass es im fast Stundentakt von Ryanair, British Airways, easyjet und Luxair Flüge zu einem Londoner Flughafen gibt. Unser Flug wurde offiziell gerade dann annulliert, als die letzte easyjet Maschine für uns nicht mehr buchbar war. Was für ein Zufall! 

Bereits 2 Minuten später bekam ich auch auf die App und per Email die Bestätigung der Annullierung ohne Grund. Solltest Du einmal in einer solchen Situation sein, lass Dir noch am Flughafen eine Bestätigung der Verspätung oder Stornierung ausstellen. Am besten ist so etwas natürlich per Email! Normal steht Dir eine Ersatzbeförderung zu, was hier natürlich für einen Wochenendtrip sinnlos war, da einfach keine Alternative auch an benachbarten Flughäfen zur Verfügung stand. Ich bestätigte noch am Flughafen in der App die Stornierung und erhielt direkt die Bestätigung der Rückerstattung der Tickets. Übrigens hat diese Erstattung nichts mit einer eventuellen Entschädigung zu tun.

Wie kommt man nun an sein Geld?

Eigentlich ist es inzwischen eindeutig geklärt, wann es wofür wie viel Geld gibt. Dennoch ist es für einen Neuling meist kompliziert. Da das Themengebiet doch recht komplex ist und ich auch keine Rechtsberatung geben darf, empfehle ich folgenden Link. Das schöne bei dieser Webseite ist auch, dass man den Status seines eigenen Flug abrufen kann. Es gibt jedoch hunderte Anbieter dieser Art, die mehr oder weniger gleich arbeiten.

Wir möchten uns jedoch in diesem Beitrag auf Ryanair konzentrieren. Die Erstattung der Tickets erfolgte also sehr schnell. Was ist aber mit den sonstigen Kosten? Hotel, Ausflüge, Mietwagen, etc.? Genau hierfür gibt es die gestaffelten Entschädigungen.
In unserem Fall laut Tabelle 4 x 250,- Euro! Da es eh keine Alternative mehr nach London gab, beanspruchten wir auch keine Übernachtung oder Ersatzbeförderungen. Der Mietwagen war leider nicht mehr stornierbar. Diese 40,- Euro blieben also. Obwohl wir keinen Rechtsanspruch zur kostenlosen Hotelstornierung hatten, erließ und das Ramada Cambridge dennoch die Kosten. Auch ein Anbieter einer Stocherfahrt in Cambridge erließ uns die 80,- Euro. Lediglich die Führung durch die Universität mit insgesamt 80,- Euro war nicht stornierbar.

Vor einigen Jahren machte Ryanair dadurch Schlagzeilen, dass sie die Abtretung Deiner Ersatzansprüche an Agenturen untersagt hatten. Dies war wie so viele Aussagen letztlich nicht von Bestand. Ryanair, wohl bemerkt, eine Gesellschaft mit einem der miserabelsten Kundenservices behauptete nämlich, dass sie dies verboten hatten, da sie möchten, dass die Fluggäste die Entschädigung in voller Gänze ohne Abzug von Erfolgsprovisionen bekämen. Klingt erst mal sarkastisch, aber in der Tat, ich bekam unser Geld ohne Agentur und Anwalt! Einfach die entsprechenden Onlineformulare auf der eigenen Webseite zur Fluggastentschädigung ausfüllen. Da ich Ryanair dort nicht traute, sandte ich noch eine Forderung per Einschreiben, um im Fall eines Rechtsstreites auch problemlos meine Anwaltskosten erstattet zu bekommen. Es dauerte nach Einreichung des holprigen Onlineformulars etwa 10 Tage, bis eine Bestätigung der Forderung kam. Nach Eingabe der Bankverbindung dauerte es noch einmal etwa 10 Tage, bis eine letztliche Auszahlungsbestätigung per Email kam, in der stand, dass es nun noch einmal 10-15 Arbeitstage dauern sollte. Dem war auch so.

Neue Handgepäckrichtlinien seit 1. September 2018

Nach der ersten Verschärfung im Januar folgte nun der große zweite Paukenschlag. Nun ist nur noch die Mitnahme einer (zwar inzwischen größeren) kleinen Tasche im Innenraum gestattet. Die kostenlose Mitnahme des 10 kg Handgepäcks im Gepäckraum ist allerdings nicht mehr umsonst! Hierzu bucht man entweder Priority oder für 10,- Euro die Mitnahme im Gepäckraum. So weit – so gut. Negativ Schlagzeilen gab es allerdings, als Ryanair darauf bestand, dass auch bereits zuvor gebuchte Flüge ab 1. November von dieser neuen Richtlinie betroffen seien…

Und wie immer, ich gebe keine Rechtsberatung, sondern erläutere nur meinen Lösungsweg! Als ich im Sommer 2018 für Dezember vier Flugtickets nach London buchte, stimmte ich den damaligen AGBs zu. Es kam also ein rechtsgültiger Vertrag zustande. Ryanair versuchte nun jedoch, dass ich entweder die kostenlose Möglichkeit der Stornierung hätte oder für 10,- Euro zusätzlich pro Person und Strecke das Gepäck hinzu buchen könnte. Der ursprüngliche Preis war etwa 150,- Euro. Nun sollten wir also noch einmal 160,- Euro für etwas bezahlen, was eh schon Vertragsbestandteil war.

Ich widersprach also mehrfach den Emails von Ryanair. Zu Beginn mit wenig Erfolg. Es folgte immer eine automatisierte Antwort mit blablabla… Nach meinem dritten Widerspruch mit Hinweis auf meine Beschwerde bei der EU, erfolgte plötzlich die Kehrtwende, plötzlich bestätigte man mir, sich an den geltenden Vertrag zu halten. 

Bitte nutz das Beschwerdeformular der EU. Nur so werden solche Verbraucherschutzverletzungen geahndet. Ein privater Rechtsstreit mag zwar evtl. versichert sein, kann aber nervig werden. Im Fall einer Beschwerde hat der Vertragspartner 30 Tage Zeit, das Problem zu lösen.

Du siehst, auch Du als einzelner kannst Dich gegen Goliath wehren.

Ryanair Rooms - gute Idee, aber mies gelöst!

Ryanair hat kein Meilenprogramm, zumindest noch nicht. Im eigenen Dashbord gibt es jedoch schon einen Reiter ohne Ziel hierfür. Dafür gibt es seit einigen Monaten das Hotelprogramm von Ryanair. Eine tolle Idee, denn Du erhältst nach Durchführung Deiner Übernachtung 10% als reines Flugguthaben zurück. Wie gesagt, eigentlich ganz toll, eigentlich wollte ich dem auch einen eigenen Beitrag widmen, doch es kam mal wieder anders.

Was ging schief? – Unsere gesamte Kalifornienreise wurde über Ryanair gebucht. Ryanair Rooms hatte in der Tat deutlich bessere Preise als andere Vergleichsportale, selbst im Vergleich zu Trivago war Ryanair Romms deutlich günstiger. Dem ist nicht genug. Wir wollten nach einer ARD-Reportage unbedingt im Madonna Inn am Highway 1 übernachten. Fast überall ausgebucht oder viel zu teuer. Das Madonna Inn ist ein weltbekanntes Themenhotel mit einzigartigen Zimmern. Jedes Zimmer ist anders dekoriert und verzaubert einfach nur. Bei Ryanair Rooms gab es nicht nur freie Zimmer, nein – wir konnten sogar gezielt unser Zimmer auswählen und das fast 50% günstiger als bei einem anderen Monopolanbieter. Wir gaben so also für 11 Übernachtungen nur knapp 1000,- Euro aus, über Trivago wären wir bei 1400,- Euro gewesen.

Wir sammelten so also knapp 100,- Euro Flugguthaben, welches übrigens nicht personengebunden ist. Nun wollten wir dieses auch einlösen, da es nur 6 Monate gültig ist. Ein Flug nach Bergamo sollte es sein. Und schon ging die Misere weiter… Ich fand einen guten Flug für insgesamt 130,- Euro für uns beide. Sollte nun also ein leichtes sein. 100,- Euro gehen ab, also wären noch 30,- Euro zu zahlen. Ich nutze meist die Eurowings Kreditkarte, um Meilen zu sammeln. Und genau dieses Zahlungsmittel wurde abgelehnt. Komisch nur, dass dieses schon zig mal problemlos ging. Eine Überweisung würde aber gehen, dann könnte aber das Flugguthaben nicht eingelöst werden usw.. Du siehst, es war also doch kein Spaß!

Dem war nicht genug, ich schrieb den Kundenservice an, dieser behauptete gar, es gäbe kein Bonusprogramm und ich hätte kein Guthaben. Ich verwies immer wieder auf mein Kundenkonto, worauf aber niemand Zugriff hätte. Merkwürdig alles, der Spaß ging nun einige Male hin und her, bis ich plötzlich nach drei Tagen Streit buchen konnte.

Sowas brauche ich nicht noch einmal! – Schade eigentlich!

Ungepflegtes Flugzeug FRA-BGY
Schmutz im Fenster
Sauberes Flugzeug BGY-FRA

Und nun?

Ich weiß es nicht. Unser letzter Flug nach Bergamo war in der Tat ganz ok. Ich hatte als einziger einen freien Nachbarsitz, der Flug war recht pünktlich und sonst passte es auch. Mal abgesehen vom verranzten Flugzeug auf dem Weg nach Bergamo. Zurück ging es immerhin in einem neuen Flugzeug. Im Dezember geht es ja noch einmal nach London. Alle sonstigen Flüge wurden nun aber mit Delta, Air France, Eurowings und easyjet gebucht.