Für viele ist eine echte Safari ein Lebenstraum. Für mich war es das ehrlich gesagt nie. Hat aber damit zu tun, dass mich Tierfilme langweilen. Und früher als kleines Kind gab es nur drei TV-Programme, ab und zu mal RTL, wenn die Antenne gut gestimmt war. Worauf ich hinaus will, ich musste als kleines Kind, wenn es draußen in Strömen regnete, mich ja irgendwie langweilen. Und was war da näher liegend als der Fernseher. Kaum an, gab es dann langweilige Tierdokumentationen aus Afrika. Praktisch in Zeitlupe wurden Löwen und Nilpferde gezeigt, untermalt mit einer langweiligen monotonen Stimme. Ganz ehrlich, das hat zum Glück nichts mit der Realität zu tun!

In der Realität ist eine Safari Spannung pur. Was früher im TV so langweilig aussah, ist in echt total spannend. Was das schöne dabei ist, die Tiere stören sich überhaupt nicht an ihren Zuschauern. Klar ist der Krüger Nationalpark ein eingezäunter Park, er ist aber so groß wie das Bundesland Hessen. Es gibt über die über 300 Kilometer Länge die verschiedensten Landschaften. Wir konnten dieses Mal den südlichen Teil kennen lernen, und der hatte es bereits in sich. Während einer zehnstündigen Safari fährst Du dort locker 200 Kilometer. 

In diesem Beitrag erfährst Du neben den wichtigen Reisetipps auch Erfahrungen dieser Safari Anfang November. Wir schossen tausende Fotos, die schönsten findest Du unter anderem in diesem Beitrag und garantiert bekommst Du nach dem Lesen bestimmt auch selbst Lust auf eine Safari! 

Krüger Nationalpark

Der Krüger Nationalpark ist einer der bekanntesten Nationalparks der Welt. Eigentlich heißt er richtig Kruger Nationalpark. Er erstreckt sich über die nordöstlichen Provinzen Limpopo und Mpumalanga. Die Fläche ist fast so groß wie die des Bundesland Hessen und ist somit der größte Nationalpark Südafrikas. Im Schnitt ist er knapp über 50 Kilometer breit und etwa 350 Kilometer lang.

Paul Kruger, Stephanus Johannes Paulus Kruger stammte von deutschen Einwanderern ab und war 1882 bis 1902 Präsident der Südafrikanischen Republik. Am 26. März 1898 gründete er zum Schutze der Wildtiere das Sabie Game Reserve. Zu seinen Ehren wurde das Schutzgebiet 1926 umbenannt. Heute leben dort etwa 150 Säugetierarten, über 500 verschiedene Vogelarten, knapp 120 Reptilienarten, knapp 50 Fischarten und über 110 Amphibienarten. 

Wenn Du wirklich nur in den Nationalpark möchtest, empfehlen wir Dir den Flug ab Johannesburg zum Flughafen Nelspruit, Hoedspruit oder Phalaborwa. Return-Tickets gibt es ab JNB ab etwa 100,- Euro pro Person.

Krüger Nationalpark - Tipps

Ein eigener PKW, in dem Fall ein Mietwagen macht nur Sinn, wenn Du im Park mehrere Tage verbringen möchtest und von Camp zu Camp fährst. Beachte immer, dass wahrscheinlich der Versicherungsschutz vom Vermieter erlischt, da Du erstens meist auf unbefestigten Straßen unterwegs bist und zweitens Du bewusst das Risiko eines Wildschadens eingehst. 

Außerdem gibt es kaum geländegängige Mietwagen. Du kannst zwar „Geländewagen“ buchen, aber außer, dass sie etwas höher sind, ändert es nichts an der Fahrtauglichkeit. Typische Beispiele in Südafrika sind Ford EcoSport, Duster (wird aber von Renault und Nissan in Südafrika vertrieben) oder VW Tiguan. 

Vergleichst Du die Preise einer organisierten Safari im speziell dafür ausgestatteten Geländewagen, übrigens mit sehr bequemen Sitzen , mit den Kosten der Selbstdurchführung, siehst Du schnell, leg 20,- Euro drauf und lass Dich vom Profil kutschieren. Der Eintritt als Europäer kostet allein etwa 25,- Euro pro Person, dann verfährst Du Sprit, Du gehst bewusst das Risiko ein, dass bei einem Schaden keine Versicherung zahlt und Du musst ständig aufpassen, dass Du nichts überfährst. Zudem siehst Du aus der Sitzhöhe im eigenen PKW nichts.

Die Geländewagen der Safarianbieter sind auf alle Witterungen und Gelände vorbereitet. Außerdem kennen diese Guides den Park und zeigen Dir wirklich interessante Dinge.

Die Spritpreise ins Südafrika sind etwa 20 bis 30% günstiger als in Deutschland, selbst in weit entlegenden Gebieten kostet der Liter Benzin noch umgerechnet etwa 1,- Euro. Grundsätzlich solltest Du an der letzten Tankstelle vor dem Park noch einmal volltanken, am Crocodile River Entrance Gate gibt es auch eine Total-Tankstelle. Im Park solltest Du wirklich jede Möglichkeit nutzen, zu tanken, wenn Du nämlich ohne Sprit Dich verfahren hast, hilft Dir so schnell erst mal niemand.

Eine Übersicht über die Camps und was es dort gibt, findest Du hier!

Die Camps kannst Du Dir wie kleine Dörfer vorstellen. Eine Übersicht aller Camps und was es dort gibt, findest Du hier. Vielleicht mag es für Einheimische deutlich teurer sein als außerhalb des Parks, die Preise sind dennoch fürs deutsche Preisempfinden günstig bis angemessen. So kostet eine großes Frühstück mit Rumpsteak und Saft mit toller Aussicht etwa 10,- Euro. Die Toilettennutzung ist kostenlos, da sitzt auch neimand, der Trinkgeld bettelt. Auch die Souveniershops haben alle normale Preise.

In den Camps gibt es gewöhnlich Toiletten, Restaurants und einen kleinen Gemischtwarenshop. Manche Camps verfügen auch über eine Tankstelle, einen Arzt und Übernachtungsmöglichkeiten. Je nach Camp gibt es Zelte bis hin zu Luxus-Lodges. Eine Übersicht findest Du hier.

Gewöhnlich wird zu einer Malariaprophylaxe geraten. Offiziell gibt der Nationalpark diese Info. Wir machen mit Malarone eine Prophylaxe. In unserem Fall müssen täglich eine Tablette genommen werden. Beginnend einen Tag vor Anreise ins Gefährdungsgebiet und bis sieben Tage nach Verlassen dieses. Dies solltest Du aber auch wegen Verträglichkeiten mit Deinem Arzt abklären. Die Einheimischen nehmen zum Beispiel nur Medikamente bei akuter Erkrankung. Da viele Menschen während der Prophylaxe negativ auf die Wirkstoffe reagieren, muss man selbst mit dem Arzt klären, was am Ende die Variante mit dem geringeren Unwohlsein ist.

Fast überall kannst Du mit den gängigen Kreditkarten bezahlen. Beachte aber, dass es in Südafrika immer wieder zu Stromausfällen kommen kann, dann funktionieren auch keine Terminals, folglich musst Du bar bezahlen. Es ist nie verkehrt, mal mindestens 1000,- ZAR, umgerechnet etwa 60,- Euro mit sich zu führen.

Beachte, Du bist außerhalb der EU! Eine private Krankenversicherung ist daher unumgänglich. Privat heißt hier, dass Du eine Auslandskrankenversicherung abschließen musst. Diese gibt es ab etwa 10,- Euro jährlich. Oft hilft Dir in der Wildnis nur Rettung aus der Luft, achte daher drauf, dass auch dies mitversichert ist. Auch der Heimtransport sollte mit drin sein. Achte auf die Formulierung „medizinisch sinnvoll“, „medizinisch notwendig“ heißt nämlich, dass nur im Falle, dass vor Ort keine Hilfeleistung möglich ist, Du nach Hause transportiert wirst. „Medizinisch sinnvoll“ dagegen bedeutet, dass bei einer besseren Heilungsmöglichkeit zu Hause der Transport bezahlt und organisiert wird.

Schließe unabhängig der Flug-, Mietwagen- oder Hotelbuchung eine solche Versicherung ab. Oft kosten unabhängige Jahresversicherungen sogar weniger. Auch viele Kreditkarten haben einen solchen oder ähnlichen Schutz mit drin.

Sowohl der Park als auch die Camps sind umzäunt. Damit kein wildes Tier rein oder rauskommt. Es soll aber auch verhindert werden, dass Wilderer ihr Unwesen treiben.

Die genauen Uhrzeiten können je nach Jahreszeit wechseln. Grob gesehen, öffnet der park die Tore bei Sonnenaufgang und schließt sie bei Sonnenuntergang. 

Einzige Ausnahme sind die Sunset, Sunrise und Night Game Drives.

Du kennst ja den Wildwechsel in Deutschland. Hier hast Du ihn alle paar Minuten mit echt großen Tieren. Aber dies soll auch dem Schutz kleiner  Tiere dienen. Bei Regen kommen nämlich die Schildkröten auf den Asphalt um dort zu trinken.

Egal, ob Du eine geführte Safari oder auf eigene Faust in den Park fährst, folgende Dinge solltest Du immer dabei haben:

  • Genügend Wasser, also nicht nur Cola und Saft, denn es kann sein, dass Du das Wasser auch für einen anderen Zweck benötigst.
  • Mückenschutz. Je nach Jahreszeit kann die Ansteckungsgefahr von Malaria oder sonstigem höher oder niedriger sein. Du musst Dich auf jeden Fall überall, also auch unterhalb der Kleidung ausreichen einsprühen. Auch Deine Kleidung sollte mit speziellem Ungezieferspray eingesprüht sein. Lange Kleidung schützt nicht nur vor der Sonne sondern auch vor den Mücken. In der Regenzeit empfiehlt es sich, auch Moskitonetze für über den Kopf dabei zu haben. Dünne Handschuhe schützen ebenfalls.
  • Lebensmittel, natürlich sind Getränke wichtiger, aber Du solltest auch etwas dabei haben, wenn Du eine Panne hast und einige Stunden auf Hilfe warten musst.
  • Kleidung, um unauffällig zu sein, bitte trage erdfarbene Kleidung. Dies dient nicht nur dem Mückenschutz, sondern macht auch die Tiere nicht nervös. Außerdem erwärmt sich dies nicht so.
  • Hut oder Kappe, dient dem Sonnen- und Mückenschutz.
  • Für alle Witterungen gewappnet sein, somit die Zwiebeltaktik beim Anziehen beachten. Meist startest Du morgen um 5:00 Uhr, da ist es noch kalt und nass und nachmittags hast Du 40 °C im Schatten. 
  • Sonnenbrille
  • Festes Schuhwerk
  • Wichtige Medikamente, denn vor Ort hilft Dir erstmal niemand!
  • Geld/Kreditkarten
  • Kameraausrüstung, solltest Du nicht das richtige Equipment haben, miete es Dir doch günstig!
  • Fernglas
  • Handy, erstaunlicherweise gab es in etwa 50 % der Zeit gutes Netz
  • Landkarte

Generell bieten die meisten Camps Übernachtungsmöglichkeiten. Du solltest aber unbedingt vorab online buchen.

Solltest Du am Südrand sein, empfehlen wir Dir den Marloth Park, außerhalb des KNP. Insbesondere können wir das Ferienhaus Giraffe Plains dort empfehlen.

Unsere Südafrika-Reise

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Die Big5

Überall liest man Big5, doch was ist das überhaupt? Die früheren Großwildjäger bezeichneten Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard als die großen Fünf. Südafrikas Nationaltier ist jedoch der Springbock, eine Art der Antilopen. Es gibt auch die Little5. Dazu gehören Antlion (Ameisenjungfern), Leopard Tortoise (Schildkröte), Rhinoceros Beetle (Riesenkäfer) und der Red Billed Buffalo Weaver (Büffelweber).

Eins vorweg, wir sahen sie fast alle! Wir machten insgesamt zwei Safaris. Von den Löwen, Elefanten und Büffeln kannst Du hier tolle Bilder sehen. Die Nashornmutter mit ihrem Kind war ehrlich gesagt sehr schnell, zu schnell. Es gibt nur Bilder von hinten. Leider versteckte sich der Leopard zu gut.

Da wächst kein Blatt mehr

Wenn Du zum ersten Mal im Nationalpark unterwegs bist, fragst Du Dich normalerweise, warum sind die Bäume alle so karg oder beschädigt. Zunächst sieht es aus wie ein Waldbrandgebiet. Noch verwunderlicher ist es, wenn Du Dir dieses Trauerspiel in der Regenzeit anschaust. Bis Du eine Elefantenherde siehst, dann weißt Du, was die Ursache ist. Ein Elefant frisst täglich 100 bis 200 Kilogramm Laub und Äste. Teilweise reißen die Dickhäuter sogar ganze Bäume aus…

Wie Hund und Katz

In der freien Natur Afrikas ist die Katze dem Hund auch in der Größe überlegen. Und doch sieht man deutliche Ähnlichkeiten zu unseren Haustieren. Der junge Löwe tobt genüsslich im Dreck. Auf einem anderen Bild schleicht sich respektvoll eine Hyäne am Löwen vorbei. Hyänen sind übrigens Hunde. Obwohl der Löwe deutlich stärker ist, muss die Hyäne unbedingt provokant (aber mit nötigem Abstand und Respekt) an dem Löwen vorbei.

Kruger5Safaris

Kruger5Safaris ist ein im Marloth Park ansässiger Familien geführter Safari-Anbieter. Roy von unserem Ferienhaus Giraffe Plains organisierte für uns einen Ganztagestrip in die Wildnis. Bereits morgens um 5 Uhr wurden wir mit dem Safari-Geländewagen am Haus abgeholt. Etwa 30 Minuten später standen wir schon am Crocodile Bridge Entrance Gate vom Krüger Nationalpark. Zu unserer Überraschung waren wir an diesem Tag die einzigen Safari-Gäste. Umso individueller wurde auch die Safari…

Solltest Du auch Gast in dem Ferienhaus Giraffe Plains sein, schaust Du Dir am besten in der Gästemappe alles in Ruhe an. Dort findest Du alle wichtigen Infos zu den Ausflügen und wie Du die Touren buchen sollst. In unserem Fall übernahm Roy die Buchung. Damit Du schon einmal eine grobe Preisvorstellung hast, habe ich Dir die Preise der verschiedenen Safaris in Euro aufgelistet: 

Full Day Drive – Krüger Nationalpark

10 Stunden inkl. Abholung

40,- Euro*

Half Day Drive – Krüger Nationalpark

5 Stunden inkl. Abholung (vor-/nachmittags)

30,- Euro*

Sunrise Drive – Krüger Nationalpark

3 Stunden inkl. Abholung

25,- Euro*

Sunset Drive – Krüger Nationalpark

3 Stunden inkl. Abholung

25,- Euro*

Game Drive – Marloth Park

2 Stunden inkl. Abholung

12,- Euro

*Hinzu kommt die Parkgebühr in Höhe von 25,- Euro pro Person. Je nach Witterung variieren die Route und die Pausen.

Da wir einen Tag vorher bereits den Sunset Drive machten, konnten wir Vater und Sohn von Kruger5Safaris kennen lernen. In diesen etwa zehn Stunden des Full Day Drives haben wir Afrika hautnah erlebt. Wir erlebten dank großer Erfahrung unseres Guides eine sehr beeindruckende Safari. Dementsprechend gibt es auch eine eindeutige Bewertung:

Fahrzeug
5/5
Fachwissen
5/5
Organisation
5/5
Freundlichkeit
5/5
Sicherheit
5/5
Preis/Leistung
5/5
Gesamt
5/5

Wenn Du unseren Stories folgst, weißt Du, dass ich normal gerne etwas selbst in die Hand nehme. Nur selten nutzen wir daher Reiseveranstalter oder Bustransfers. Anders hier! Es macht einfach keinen Sinn, selbst mit einem „normalen“ PKW in den Krüger Nationalpark zu fahren. Auch wenn Du vielleicht einen Gelände-SUV bekommst, Du siehst einfach deutlich weniger. Und Du kennst Dich nicht aus. Außerdem sind Schäden durch Wild in diesem Fall nur selten versichert. Rechne nun noch den Sprit und die eigentliche Parkgebühr hinzu, sparst Du pro Person noch 20,- Euro. Also lehn Dich zurück und überlasse die Tour einem Profi! Außerdem musst Du morgens nicht anstehen, denn die offiziellen Tour-Guides dürfen zuerst rein.

Die Camps

Eine der größten Fragen vor unserer Reise war, wie ein solches Camp in Realität aussieht. Nun können wir beruhigt sagen, dass Du dort wirklich alles vorfindest, was Du brauchst. Das wichtigste ist definitiv, dass das Essen stimmt! Es gibt preiswertes und hochwertiges Essen. Die Bedienung ist schnell und nervt nicht mit Trinkgeld. Natürlich findest Du dort auch Toiletten. Je nach Camp gibt es dort auch Tankstellen. Die Spritpreise sind in etwa 5 Cent teurer als außerhalb des Parks.

Die Camps sind geöffnet solange es hell ist. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die Tore geschlossen. Die Camps sind gewöhnlich mit Elektrozäunen gegen wilde Tiere geschützt. Du kannst dort natürlich auch übernachten, eine Vorab-Reservierung ist aber empfehlenswert.

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Teleobjektive mieten statt kaufen!

Wenn Du schon einmal im Leben auf eine echte Safari gehst, dann solltest Du dies auf jeden Fall auch auf Bildern festhalten. Den meisten fehlt jedoch die richtige Fotoausrüstung für einen Trip in die Wildnis. Da wir viel viel unterwegs sind, besitzen wir schon eine Grundausstattung. Was uns allerdings fehlte, war ein richtiges Teleobjektiv für schwierige Verhältnisse. Es wäre doch schade, wenn Du die Big5 siehst, auf dem Bild aber nichts zu erkennen ist. Wir entschieden uns daher dazu, bei Grover ein geeignetes Objektiv für unsere Canon zu mieten.

Dank dieses Objektives kannst Du Dir hier diese tollen tollen Bilder anschauen. Wie genau Grover funktioniert und was das Objektiv so alles konnte, all dies erfährst Du hier in einem ausführlichen Testbericht!

Stilvoll wohnen: "Giraffe Plains"

Zwar liegt das Ferienhaus nur etwa zehn Gehminuten vom Krüger Nationalpark entfernt am Crocodile River, der nächste Eingang ist aber etwa 30 Minuten mit dem Auto entfernt. Trotzdem bietet der Marloth Park eine tolle Atmosphäre. Auch hier wohnen tausende wilde Tiere im Park, genau in dem Park, wo auch unser Ferienhaus steht. Demnächst kannst Du hier einen ausführlichen Bericht zum Haus lesen!

Du meinst nun wahrscheinlich, dass dieser Luxus unbezahlbar ist?! Weit gefehlt, in dem Haus gibt es Platz für sechs Personen. Die Nacht gibt es umgerechnet ab etwa 70,- Euro, somit kostet die Nacht pro Person nicht mal 15,- Euro! Südafrika ist sehr günstig und mit etwas Glück findest Du auch noch den richtigen Flug.

Dass der Marloth Park auch ein richtiges Natur-Reservat ist, siehst Du hier. Offiziell ist der Marloth Park auch Big5-Area. Nach Einbruch der Dunkelheit bleibst Du daher auch besser im Haus. Im Marloth Park konnten wir, übrigens auch direkt am Haus, so manches wildes Tier antreffen:

Bei jeder Witterung ein Erlebnis

Ganz ehrlich, das Wetter ist egal. Wir durften bei zwei Safaris den Park bei unterschiedlicher Witterung kennen lernen. Und bei jeder Witterung siehst Du etwas anderes. Auch der Park selbst ändert sein Gesicht. So kann es sein, dass gerade der Regen Tiere nach draußen lockt, die sich sonst verstecken oder umgekehrt. Bei Regen siehst Du zum Beispiel viele Schildkröten und Nilpferde.

Zum Glück hat eine echte Safari nichts mit Tierdokus am Hut!

In der Tat sind Tierdokus langweilig. Auch wenn sich inzwischen DMAX, Welt und n-tv Mühe geben, etwas „cooler“ als die früheren Tierdokus in den dritten Programmen zu sein, ändert es wenig am Unterhaltungsfaktor. In echt ist es etwas ganz anderes, wenn ein riesiger Elefant neben dem Auto steht oder ein Löwe gemütlich neben Dir herschlendert. 

Sunset Drive - Ein ganz anderes Feeling

Dank Roy, unserem Vermieter der Giraffe Plains, buchten wir auch noch einen Abend zuvor einen Sunset Drive. Diese deutlich kürzere Safari ließ den Krüger Nationalpark in einem ganz anderen Licht strahlen. Es ist schon etwas besonderes, im Sonnenuntergang zum ersten Mal Löwen in freier Wildbahn zu sehen. Da es auch hier hunderte Fotos gibt, schreibe ich hierzu einen separaten Beitrag.

Unser Fazit

Wer nach Afrika kommt, muss eine Safari machen. Tut man es nicht, ist es wie ein Steakhousebesuch und man bestellt sich nur einen Salat. Auch wenn Du im Geländewagen sitzt, spürst Du die Wildnis und die Tiere. Es findet gar eine aktive Kommunikation zwischen den Tieren und den Wagen statt. Man hat sich irgendwie gegenseitig akzeptiert. Einzig Elefanten, Gnus, Büffel und Nashörner wagen es sich, auch Autos anzuhalten. Alle anderen wissen, dass ein Zusammenstoß schmerzhaft sein kann.

Es gibt bereits Safaris ab 50,- Euro. Wenn man vergleicht, was ein Kinobesuch inzwischen mit allem kostet, fliegst Du besser nach Afrika!