Es ist endlich an der Zeit, Dir mal meine Heimatstadt näher vorzustellen. Ich glaube, das ist längst überfällig. Es kann ja nicht sein, dass ich immer nuuur in fernen Länder unterwegs bin und darüber berichte. Bei mir Zuhause fühle ich mich nämlich genauso wohl wie in der großen weiten Welt. Und wie alles hier im Saarland ist Saarbrücken vielleicht klein, aber oho! Bestimmt hast Du in Deiner Heimat auch einige ganz besondere Lieblingsplätze, die Du immer wieder besuchst und an denen Du Dich einfach, einfach Zuhause fühlst. Heute im ersten Teil der Reihe „Willkommen in Saarbrücken“ verrate ich Dir meine! Und wer weiß, vielleicht kommst Du ja bald mal auf einen Besuch vorbei und machst Dir selbst ein Bild? 

1. Städtischer Charme – Eine Zeitreise durch die Altstadt

Wer in alten Geschichtsbüchern nach dem Saarland sucht, der findet eine ganze Menge Stoff, aus dem man die spannendsten Romane schreiben oder richtige Blockbuster drehen könnte! Das meine ich ernst, denn durch die zahlreichen Wechsel zwischen Frankreich und Deutschland hat das Saarland über die Jahrhunderte eine ganz eigene Identität entwickelt.

Ein Stück dieser Geschichte tragen die weißen, prunkvollen Gebäude (die viele Instagram-Blogger anlocken) in Alt-Saarbrücken in sich. Deren Architekt, Friedrich Joachim Stengel, der sie rund um die Ludwigskirche baute, unternahm Bildungsreisen nach Paris und Versailles, um dem alten Saarbrücken um 1770 weltgewandtes Flair zu verleihen. Bei einem Spaziergang wirst Du direkt merken: Es ist ihm gelungen! 

Gleiches gilt auch für das Schloss, das mit Blick über die Innenstadt, die Saar und das Staatstheater im Herzen der Stadt thront. Perfekt für eine Fototour mit der coolen Selina von foto.text.kunst! Hier erwartet Dich allerdings auch eine Überraschung: Während die Seitenflügel des Schlosses noch Stengels Handschrift tragen, wirkt die Mitte des Gebäudes eher wie ein Bote der Zukunft. Dieser restaurierte Teil aus Glas und Stahl glitzert in der Sonne und gewährt Dir einen Blick ins Innere.

Alt-Saarbrücken
Prunktvolle Gebäude in Alt-Saarbrücken
Sehenswürdigkeiten in Saarbrücken
Die Ludwigskirche
Blogger Saarland
ist eine evangelische Kirche im Barockstil
Das Saarbrücker Schloss
das Saarbrücker Schloss
Stimmungsvoller Schlossgarten

2. Ausflug ins Grüne – Der Staden

Als ich gerade so von Sonne schrieb, hatte ich direkt meinen nächsten Lieblingsplatz vor Augen.

Wenn Du von der Innenstadt ein Stückchen an der Saarpromenade entlang spazierst, kommst Du zum sogenannten Staden. In diesem Park direkt am Fluss tummeln sich zu nahezu jeder Jahreszeit die freiluftliebenden Saarbrigger (Saarbrücker). Im Sommer ist es besonders schön, da der traditionelle Ullanen Grillpavillon für genug kalte Getränke und feucht-fröhliche Stimmung sorgt. An dafür gekennzeichneten Stellen ist sogar das klassisch saarländische „Schwenken“ – oder für alle Auswärtigen das Grillen – erlaubt.

Entlang des Grünstreifens gibt es übrigens nicht nur die Saar, sondern auf der anderen Seite auch pompöse Altbau-Villen und somit richtig was zu Gucken.

Saarländerin
Der Staden in Saarbrücken ist ein parkähnliches Areal
Saarland
eine Straße am Staden
am Staden
Staden in Saarbrücken
Die Saar und im Hintergrund der Staden

3. Ein Shopping-(Alp)traum

Viele Saarbrücker, aber auch Franzosen und Pfälzer pendeln an freien Tagen nach Saarbrücken, um sich dem Kaufrausch hinzugeben. Nun werde ich Dich allerdings überraschen, denn so gerne ich auch die aktuellsten Klamotten oder Dekoneuheiten für mein Zuhause shoppe, die Saarbrücker Einkaufsmeile möchte ich Dir zur Zeit definitiv nicht empfehlen! Die Bahnhofsstraße ist leider weder von hübschen Häusern noch von Grünflächen gesäumt, sondern voller klobiger, rechteckiger Gebäudekomplexe. Besonders am Abend wird es dort ziemlich ungemütlich. Es wird zwar gerade viel gebaut und es soll schöner werden, doch von einer ansprechenden Flaniermeile kann noch keine Rede sein. 

Außerdem gibt es noch einen weiteren Grund, der gegen einen entspannten Shopping-Tag in Saarbrücken spricht: Die Parkgebühren. Durch einen 50 Jahre geltenden Vertrag (und damit einhergehender Preis-Willkür) mit einem Parkhausbetreiber sind die Kosten hier sogar höher als in München oder Berlin. Und von der Verkehrsführung will ich gar nicht erst anfangen…

Mein Tipp für Dich: Wenn Du die Innenstadt mit ihren tollen Geschäften besuchen möchtest, parke am besten außerhalb und fahre die letzten 3 oder 4 km mit der Saarbahn. Oder parke kostengünstig am Eurobahnhof. Von hier aus bist Du zu Fuß (einmal durch den Bahnhof gehen) auch recht schnell in der Fußgängerzone. 

4. Kurzer, aber nicht zu vernachlässigender Hinweis: Der Zoo

Ich weiß, viele Städte haben einen Zoo. Und ich möchte jetzt auch gar nicht anfangen mit „aber unserer ist besonders“. Ich wollte ihn nur einfach erwähnt haben. Denn aus dem Alter, in dem man gerne den Zoo besucht, wächst man doch eigentlich nie raus. Da sich hier in den letzten Jahren wirklich viel getan hat und es auch außergewöhnliche Angebote für Groß und Klein gibt (z.B. den Zoo bei Nacht erleben), zählt der Tierpark definitiv auch zu meinen Highlights. Die Pinguinkamera mag ich übrigens besonders gerne. 

Logo Saarbrücker Zoo
Saarland

Das war nun der erste Teil meiner Lieblingsplätze in Saarbrücken. Teil II folgt in Kürze. Und auch da wurde ich fotografisch von Selina Semeraro von foto.text.kunst begleitet. Mir gefällt ihre ausdrucksstarke und klare Bildsprache. Sie hat einen extrem guten Blick für Motive! Deswegen habe ich sie auch für diese Bilderstrecke, einmal quer durch Saarbrücken, angeheuert. Freu Dich also auf weitere tolle Fotos im nächsten Beitrag und natürlich auch auf meine anderen Lieblingsplätze… :-))

Alles Liebe

Petra

Photos:

Zum Teil II meiner Lieblingsplätze in Saarbrücken geht es HIER