Ab 4. Juni 2019 gibt es eine Anpassung im SMART-Tarif auf der Kurz-und Mittelstrecke bei Eurowings:

Kein Getränk und Snack mehr!

Eurowings teilte in einem Newsletter vom 28. Mai 2019 mit, dass aufgrund der geringen Wertschätzung der Fluggäste das Snackmenü im SMART-Tarif gestrichen wird. Stattdessen priorisieren die Fluggäste ein zügiges Boarding und die Mitnahme des Handgepäcks in die Kabine.

Zukünftig Priority Boarding auch für SMART-Kunden

War bisher das Priority Boarding nur Statuskunden vorbehalten, gehören SMART-Kunden zukünftig auch zur ersten Gruppe, welche das Flugzeug betreten können. Hinzu kommt die Garantie, dass das Handgepäck auf jeden Fall in der Kabine mitfliegt. Dies zählt auch dann, wenn der Flug ausgebucht ist.

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Eurowings spricht von einem Vorteil

In der Vergangenheit gab es ein Getränk und einen Snack, meist in der Form eines Toastes für SMART-Kunden. Da diese Snackkombination zukünftig wegfällt, bieten sich dem Fluggast zukünftig „Mehr Auswahl, mehr Flexibilität!“ Ein Hohn, kostet dieses Zusatzangebot in Zukunft deutlich mehr als der aktuelle Aufpreis von BASIC zu SMART.

Aufgabegepäck bleibt bei 23 kg

Gleich bleiben zukünftig auch die 23 kg Aufgabegepäck und die kostenlose Sitzplatzreservierung im Standardbereich. 

Persönlicher Eindruck

Unser persönlicher Eindruck von Eurowings ist geteilt. Zwar waren unsere Flüge mit Eurowings stets ruhig und angenehm, was man vom Bodenpersonal leider nur selten behaupten kann. Bei dieser Anpassung handelt es sich durchaus um eine versteckte Preiserhöhung. Als man bei Ryanair noch zum Flugzeug laufen musste, um einen bestimmten Sitzplatz zu ergattern, machte ein Priority Boarding einen Sinn. Seit dem man jedoch zuvor einen Sitzplatz reservieren kann, hat man kaum noch Vorteile durch diesen Zusatzservice. 

Man ging nun also hin und strich einen Snack und ein Getränk, dafür gibt es Priority Boarding! Priority Boarding ist zudem auch nur interessant, wenn man zu einer kleinen Gruppe gehört. Da nun zukünftig ein Großteil der Fluggäste über diesen Vorteil verfügen, gehört man doch wieder zur Masse. Die britische Comedy „Come fly with me“ nimmt genau diesen Umstand in einer Folge aufs Korn! Als der irische Konkurrent Ryanair im Herbst letzten Jahres ein ähnliches Konzept umsetzte, standen plötzlich mehr Personen in der Priority Line als in der „Other Q“.

Zusammengefasst kann man sagen, man bezahlt zukünftig für ein vergleichbares Snackangebot mehrere Euro zusätzlich, dafür steht man mit vielen anderen Fluggästen in der ersten Gruppe, die das Flugzeug betreten dürfen.