Sowohl im Internet als auch bei der eigenen Hausbank gibt es zahlreiche Kreditkarten. Doch welche ist für Dich sinnvoll und vor allem, für welchen Zweck benötigst Du sie? Eins vorweg, jeder sollte seine Limits selbst kennen. Eine Kreditkarte heißt nicht, dass Du plötzlich ein paar Tausend Euro mehr hast – Nein, es erhöht höchstens eure Zahlungsflexibilität! Grundsätzlich macht eine Kreditkarte immer Sinn. Auch für Menschen, die darin eine Kreditfalle sehen. Keiner zwingt Dich dazu, mit einer Kreditkarte zu bezahlen, jedoch kann jeder mal in eine echte Notsituation geraten, und damit meine ich nicht, dass das Sky-Abo dich in den Dispo bringt und Du kein Geld mehr fürs Essen hast. Ich rede davon, Du fährst zur geliebten Verwandtschaft 70 km von Deinem zu Hause entfernt. Mitten im Wald streikt Dein neues Auto, mit viel Glück schaffst Du es noch an eine Tankstelle und wie der Teufel will, führt Deine örtliche Sparkasse Wartungsarbeiten durch, sodass die EC-Karte nicht funktioniert. Auch die mühsam zusammengekratzten 17,48 Euro retten Dich nicht – genau jetzt rettet sie Dich!

Du bekommt Hilfe und kannst  diese auch bezahlen! Gerade in diesem Fall gibt es meist inkludierte Mobilitätsversicherungen, die Dir auch unabhängig davon geholfen hätten.
Ich hoffe, Du verstehst nun, warum es nie verkehrt ist, eine allgemein anerkannte Zahlungsalternative zu besitzen. Und wenn Du sie eh nur selten benutzt, dann macht es umso mehr Spaß, wenn diese Karte auch noch umsonst ist!

Wer viel reist, weiß dass es heutzutage fast

Meist beginnt der Ärger schon bei der Buchung. Denn viele Flugangebote, Pauschalreisen oder Hotelreservierungen sind nur mit einer gültigen Kreditkarte möglich. Das Thema Mietwagen ist hiervon noch lange nicht betroffen.

Grundsätzlich gibt es klassische Kreditkarten und Prepaidkarten

» Klassische Kreditkarten bieten dir im vertraglich vereinbarten Rahmen finanziellen Spielraum, der wiederum im vereinbarten Rahmen zurückgezahlt werden muss. Kombiniert sind diese Karten meist mit Bonusprogrammen und Inklusivleistungen, wie zum Beispiel Reiserücktrittsversicherungen

»Prepaid-Kreditkarten hingegen sind Karten, bei denen Du vorab einen Betrag drauf einzahlst, den Du dann später nutzen kannst. Meist kosten diese Karten einen zusätzlichen Jahresbeitrag, denn wie Du dir vorstellen kannst, will ja auch die Bank dabei etwas verdienen und ohne Kredit ist dies nur schwer möglich. Früher waren diese Kreditkarten sehr beliebt, da man sich bei einer Ryanair-Buchung die damals teuren Kreditkartengebühren sparen konnte. Heute sehe ich in einer solchen Karte eher den Sinn, dass man sie einfach als bargeldloses Zahlungsmittel verwenden kann. Ein klassischer Einsatzort wäre der jährliche Ballermann-Urlaub mit dem Kegelverein. Am Ende des Ausflugs ist die Kohle so oder so weg. Ärgerlich wäre dies nur, wenn die teure AMEX abhanden gekommen wäre. Du setzt dir also selbst ein Limit, nämlich das, wie viel Du auf die Karte vorab einzahlst.

Es gibt also hunderte Aspekte, was eine Kreditkarte können sollte und was nicht. Dies würde hier jedoch den Rahmen sprengen. Ich möchte dir anhand meiner weltweiten Erfahrungen die Vor- und Nachteile, der von mir genutzten Kreditkarten aufzeigen. 

Wie Du hier an anderer Stelle nachlesen kannst, verreisen wir sehr viel. Meist sind es individuelle Reisen, die kaum noch etwas mit einem Pauschalurlaub zu tun haben. Ist man es inzwischen in Europa gewohnt, dass man überall mit dem Euro bezahlen kann, sieht die Welt in China, Schweden oder den USA schon ganz anders aus. Wechselkurse, Wechselgebühren, andere Gesetzgebungen, erschweren das günstige Reisen gemein. Ich stelle dir nun die von mir genutzten Karten in konkreten Anwendungsbeispielen vor und erkläre dir, warum ich gerade in diesem einen Fall die ein oder andere Karte verwendet hatte. Und komm bitte von dem Gedanken weg, dass jemand, der viele Kreditkarten besitzt, kein Geld hat – schließlich muss man alles zurückzahlen!

ICS - Worldccard

Beworben wurde diese kostenlose Kreditkarte damals mit voller Kostenfreiheit und weltweiter Akzeptanz. Zusätzlich kann man ohne Gebühr im Ausland Geld abheben. Der Kreditrahmen bei mir beträgt ohne weitere Prüfung von Beginn an 1000,- Euro. Jeden Monat zum Monatswechsel wird die volle Summe vom angegebenen Referenzkonto eingezogen. Jederzeit kann man online seine Umsätze einsehen.

Der vermeintliche große Vorteil, man könnte im Ausland umsonst Geld abheben, stimmt leider so nicht ganz! Als wir 2016 in Hong Kong, China und Macao waren, hob ich die dortige Landeswährung damit ab. Wurden mir zusätzlich zu den knapp 1000,- Euro etwa 50,- Euro Auslandsgebühr hinzukamen. Auf meine Beschwerde hin, wurde mir mitgeteilt, das kostenlose Abheben wäre nur im Euroland möglich. Eine entsprechende AGB-Klausel konnte man mir nicht vorweisen. Immerhin war urplötzlich das werbeversprechen auf der Webseite geändert. Ärgerlich, dennoch war es günstiger als bei anderen VISA-Karten.

Da es sich hierbei um eine VISA-Karte handelt, garantiert praktisch nahezu weltweite Akzeptanz. Auch dies ist ein enormer Vorteil dieser der ansonsten kostenlosen Karte. Aus dem Bekanntenkreis weiß ich jedoch, dass nicht jeder bei der Antragsstellung angenommen wurde.
Die Logik dahinter war nicht ersichtlich, da der finanzielle Background bei diesen Personen durchaus überdurchschnittlich war.
Die kostenfreie Eurogeldabhebung ist gerade für Grenzgänger interessant, zieht man es eiskalt durch, hat man einen ständigen kostenlosen 1000,- Euro Kredit. Denk aber wieder dran, im Endeffekt muss man es immer zurückzahlen.

Besondere Versicherungen gibt es meines Wissens nach nicht. Da ich diese Karte jedoch seit 2015 besitze, verlass dich bitte nicht nur auf meine Erfahrung. Generell beschreibe ich nur meine persönlichen Erfahrungen. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, sich über die Vertragsbedingungen aller hier beschriebenen Karten zu informieren!
Diese Karte verwende ich auch gerne im normalen Alltag. Grund ist die monatliche komplette Abrechnung, sodass man nie Zinsen zahlen muss.
Probiert sie einfach mal aus!

AMEX Payback

Die klassische American Express Kreditkarte, bei der man zusätzlich Payback-Punkte sammelt. Diese neue speziell für Deutschland entwickelte AMEX ist ideal für den täglichen Gebrauch, da man automatisch auch punktet. Auch hier wird monatlich komplett abgerechnet, somit entstehen auch keine Zinsen. Wenn man ein wenig auf Werbung oder Empfehlungen im Internet achtet, kommen immer wieder mal Angebote rein, bei der man bei erfolgreicher Beantragung bis zu 4000 Payback-Punkte bekommt. Diese sind meist an einen Mindestumsatz in den ersten Monaten gebunden. Bei mir waren es glaub ich 500,- Euro Umsatz in 3 Monaten. Diese Angebote wechseln jedoch fast wöchentlich. Eins ist nur immer gleich: Sie kostet nichts!

Auch das Punktesammelsystem ändert sich ab und zu. 2016 bekam man pro Euro Umsatz automatisch 1 Payback-Punkt. Inzwischen sah ich, dass man 2,- Euro dazu benötigt. Zusätzlich ist der Payback-Barcode der „ganz normalen“ Payback-Karte auf der Rückseite aufgebracht. Diesen Barcode kann man also auch unabhängig oder in Verbindung mit dem Einsatz nutzen. Meine Erfahrung ist jedoch, dass egal wo, der Kassierer den Barcode nicht einscannen konnte und schließlich manuell eintippen musste.

Negativ zu bewerten ist jedoch, dass AMEX nicht überall akzeptiert wird. Grundsätzlich funktionierte sie jedoch in Deutschland überall, wo auch Payback angeboten wird. In den USA und Hong Kong konnte ich sie problemlos überall einsetzen. Erstaunlicher Weise gibt es gerade in Luxembourg Akzeptanzprobleme bei ESSO-Tankstellen. Nur ARAL akzeptiert sie dort ausnahmslos.

Ein weiterer negativer Aspekt ist das fehlende Kreditlimit. Klingt erst mal gut. Fehlend ist jedoch nicht das Kreditlimit selbst sondern die Höhe. Dies bedeutet im Alltag, man weiß nie wirklich, ob das Limit der Karte ausreicht. AMEX selbst beschreibt diesen Umstand auch in mehrfacher Anfrage so, dass das Limit sich an den finanziellen Verhältnissen des Nutzers orientiert. Doch wie werden diese bestimmt? AMEX hat null Zugang zu deinen privaten Konten oder dem Einkommen. Ein Berater erzählte mir jedoch, dass die Umsätze der Vorperioden als Grundlage dienen. Und genau hier beginnt das Problem. Angenommen du kaufst zweimal im Monat für insgesamt 120,- Euro bei REWE ein, gehst einmal bei ARAL für 55,- Euro tanken und nutzt sie bei Paypal für 3,- Euro. Das sind nun 178,- Euro im Normalfall. Im New York Urlaub jedoch willst du hiermit deine Hotelrechnung begleichen. Plötzlich möchtest du 789,- Dollar bezahlen. Nun kann es vorkommen, dass das automatisch bestimmte Kreditlimit greift und du ganz schön blöd an der Rezeption stehst. Genau daher kontaktierte ich AMEX mehrfach, doch keiner konnte mir helfen. Aufgefallen war dies, als ich im Bauhaus mit einer völlig unbelasteten AMEX 455,- Euro bezahlen wollte und die Zahlung abgelehnt wurde. So da stand ich. Ein erfolgreicher Projektleiter, der vermeintlich nicht mal eine kleine Baumarktrechnung bezahlen könne.

Daher verwende ich diese Karte wirklich nur für kleinere Einkäufe in Deutschland oder im Internet. Meine Partnerin jedoch konnte zu Beginn bereits bei IKEA für über 2500,- Euro einkaufen. Zwar forderte AMEX danach einen Gehaltsnachweis an, aber das war es dann auch.

Genau dieses Glücksspiel lässt diese Karte keine wirkliche alleinige Alternative sein. Aber sie ist eben kostenlos und sammelt noch fleißig Punkte.
Mein Tipp: Einfach mal mitnehmen!

AMEX Gold

Auch diese Karte spiegelt die bereits bei der AMEX Payback genannten Probleme des unbekannten Kreditlimits und mangelnder Akzeptanz wider. Ich konzentriere mich nun daher eher auf die sonstigen Vor- und Nachteile. Grundsätzlich verfügt diese Karte über ein sehr gutes Versicherungspaket. Schau hierzu bitte bei American Express selbst nach, was aktuelle inklusive ist, denn auch hier wechselt das Leistungsspektrum ständig.
Damals suchte ich eine möglichst günstige Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung. Ein Werbebanner weckte mein Interesse. Normal kostet diese Karte über 120,- Euro Jahresgebühr. Bei diesem damaligen Angebot wurde man jedoch im ersten Jahr hiervon befreit. Machte man zudem mindestens 1000,- Euro Umsatz in den ersten 12 Wochen, erhielt man noch Best Choice Gutscheine im Wert von 120,- Euro. Ähnliche Angebote teilweise mit 200,- Euro Cashback gibt es regelmäßig. Auch die Partnerkarten waren damals dauerhaft kostenlos dabei.
Zwar stehen nirgends konkrete Aufnahmebedingungen, doch inoffiziell spricht man von mindestens 45.000,- Euro Jahreseinkommen. Selbstständige scheinen aber aus Erfahrungen im Bekanntenkreis ausgenommen zu sein. Inzwischen wirbt AMEX hauptsächlich mit der Platinumkarte, die 600,- Euro Jahresgebühr kostet und viele nützliche Leistungen beinhaltet.
Kommen wir zurück zur goldenen Karte. Zumindest damals waren unter anderem folgende Leistungen beinhaltet:

Reiserücktrittsversicherung

Reiserücktrittsversicherung - Auch für den Lebenspartner und Familie, bitte beachtet jedoch das Kleingedruckte. Um dies nutzen zu können, muss die Reise zwingend auch mit dieser Karte bezahlt werden! Auch der Trick über Paypal und die AMEX Gold als Zahlungsmittel wird laut Kundenservice akzeptiert.

Mobilitätsgarantie

Dein Auto geht (un)verschuldet kaputt? Kein Problem, AMEX kümmert sich darum, notfalls auch mit Hotel etc. . Dies musste ich bereits selbst in Anspruch nehmen. Alles lief problemlos. Aber auch hier bitte das Kleingedruckte lesen. Achso, das Auto muss nicht euch gehören.

BOINGO – WLAN-Access

BOINGO – WLAN-Access überall. Zu schön um wahr zu sein … Eigentlich sollte man weltweit auf mehreren Millionen Hotspots kostenlos Zugriff haben, die Realität in New York, Hong Kong und im europäischen Ausland zeigt jedoch etwas anderes. Wenn überhaupt bekommt man nur da Zugriff, wo das WLAN eh frei ist. Die angeblichen 5,- Euro, die man monatlich hierfür spart sind also eher ein Werbeargument.

Airport-Lounge

Auch eher ein mieses Versprechen. Inzwischen wird damit glaube ich auch nur noch für die Platinumkarte geworben. In der Realität klappt es nirgends. Das Bonussystem ist ein Witz, man bekommt einen Treuepunkt für einen Euro Umsatz. Bedeutet, man muss mindestens 14.000,- Euro jährlich konsumieren, um die Jahresgebühr erstattet zu bekommen.

Positiv jedoch ist der Kundenservice. Sollte man mit einem Verkäufer oder Dienstleister Probleme haben, kümmert sich der Kundenservice darum. Ein Produkt wird dadurch nicht günstiger aber man streitet sich für dich. Man bucht jedoch das Geld zurück, wenn die versprochene Leistung nicht eingehalten wurde. Dies funktionierte bereits zweimal sehr gut! Einmal bei einem Onlinereisebüro, dass erst zu viel für die Flüge nach Peking abbuchte und anschließend auch noch keine Ticketdaten rausrücken wollte. Ein Anruf bei AMEX und Air China regelte jedoch alles in zehn Minuten, was zuvor in mehreren Mails und Telefonaten nicht möglich war. Ein anderes Mal wollte man mir am JFK 300,- Dollar für 30 Liter Benzin abknöpfen. Nach fünf Minuten Diskussion am Schalter zückte ich die Karte und plötzlich saß man im Büro und alles ging problemlos.

Fazit: Interessant im ersten Jahr, danach muss man schon aktiv die Versicherungsleistungen nutzen, um wirklich einen Mehrwert zu haben.

Genialcard der Hanseatic Bank:

Hier bekommt man eine klassische VISA-Kreditkarte. Man erhält also wirklich einen Kredit, den man auch in Form von Zinsen bezahlen muss. Aktuelle Zinssätze kannst Du auf der Webseite der Hanseatic Bank einsehen. Zinsen sparen kannst Du jedoch, wenn Du monatlich alles auf einmal zurückzahlst. Diesen Rückzahlplan kannst Du im Onlinemenü bedarfsgerecht einrichten. Grundsätzlich ist diese Karte umsonst. Achte jedoch darauf, es sind von Anfang an teure Zusatzversicherungen mit dabei, die nicht wirklich sinnvoll sind.

Zum einen gibt es eine Versicherung, die dich im Falle von Raub und/oder Verlust absichert. Negativ ist nicht nur der hohe Preis von über 30,- Euro jährlich, sondern auch der Eintritt. Hier redet man gezielt von Raub und nicht einfachen Diebstahl. Auch sind nur Ersatz für bestimmte offizielle Dokumente versichert. Das andere ist die „Arbeitslosenversicherung“. Hier zahlt man einen nicht unerheblichen Prozentsatz vom genutzten Kreditrahmen. Um aber wirklich im Arbeitslosenfall von (Zins-)zahlungen befreit zu werden, muss die Arbeitslosigkeit unter ganz bestimmten Gesichtspunkten eintreten, die meist in der Realität nicht erfüllt werden können.

Ich begann mit 500,- Euro Kreditrahmen und bin inzwischen ohne großartige Nutzung und extra Beantragung bei 2750,- Euro.
Meine Erfahrung zeigte, dass diese Karte problemlos akzeptiert wird. Die hohe Flexibilität bei der Rückzahlung gibt finanziellen Freiraum.

Barcalycard New VISA:

Diese Karte besaß ich über zehn Jahre, bevor ich zu einem anderen Produkt wechselte. Inzwischen ist diese VISA-Karte umsonst. Ich musste noch einen Mindestumsatz erzielen, bevor ich von der doch noch günstigen Jahresgebühr befreit wurde.
Positiv ist:

• Onlinezugriff mit allen wichtigen Funktionen zur Kontoverwaltung
• Rückzahlung ist flexibel
• Hoher Kreditrahmen. Bereits als Stunden über 2500,- Euro, nun besitze ich 8000,- Euro ohne zusätzliche Prüfung
• Es gibt optionale Zusatzversicherungen
• Weltweite Akzeptanz und durch den hohen Kreditrahmen ein echter Notfallschutz, wenn man mal irgendwo strandet

Negativ sind die hohen Zinssätze, wobei dafür ja jeder selbst verantwortlich ist. Barclay fördert meiner Meinung nach durch hohe Kreditrahmen und zusätzlichem Dispokredit, ebenfalls 8000,- Euro die finanzielle Abhängigkeit.

Fazit: Eine unkomplizierte, günstige weltweit akzeptierte Karte mit hohem Kreditrahmen. Nicht geeignet für Personen mit geringer Eigenverantwortung!

Barclaycard Platinum Double:

Ähnlich der New Visa verfügt auch dieses Produkt über die bereits genannten Eigenschaften.
Ein großer Unterschied zur New Visa besteht darin, dass man hier neben einer VISA auch eine Mastercard erhält. Bei Barclay hat man zusätzlich immer ein eigenes Konto mit EC-Karte. Die meisten anderen Kreditkartenanbieter bieten dem Kunden kein eigenes klassisches Konto an.
Ich  sehe dies als Vorteil an, da man besser und unkompliziert Zahlungen durchführen kann.

Der Beweggrund, warum ich von der New VISA zu diesen Karten wechselte, war da ich eine Alternative zur AMEX Gold suchte. Das wichtigste war jedoch die Vollkaskoversicherung für Mietwagen! Ein vergleichbares Produkt bot auch die Sparkasse mit Ihrer goldenen Karte an, genau dieser eine Service wurde jedoch wieder aus dem Leistungsspektrum entfernt.

Dies bedeutet, du kannst in Zukunft problemlos auf einer der bekannten Preisvergleichsplattformen das günstigste Angebot wählen und bist dennoch versichert im Schadensfall. Allein ich spare so im Jahre mehrere Hundert Euro. Am Beispiel Portugal kannst du einen Mietwagen bereits ab 30,- Euro die Woche bekommen, normal wäre dieser Mietwagen vorprogrammierter finanzieller Selbstmord, sollte etwas mit dem Auto passieren. Einzige Bedingung: Du musst diesen Mietwagen mit der Platinum bezahlen.

Auch eine Reiserücktrittsversicherung ist inkludiert. Hier musst du allerdings die Reise nicht unbedingt mit der Platinum bezahlen. Dies ist der große Unterschied zur AMEX Gold. Normal kostet dieses Kartendoppel etwa 100,- Euro jährlich. Im ersten Jahr jedoch umsonst. Bucht man dreimal im Jahr einen Mietwagen für den Urlaub und versichert diese drei Reisen noch gegen Reiserücktritt und Gepäckverlust für ein Paar, so spart man weit über diese 100,- Euro.

Fazit: Wer viel reist, spart allein am Mietwagen und Reiserücktritt hunderte Euro!

Natürlich besitze ich noch andere Kreditkarten, diese sind aber nicht wirklich interessant für dich. 
Ein Muss sollte mindestens die ICS Worldcard und AMEX Payback sein. Beide reichen aus, um einen Mietwagen im Ausland nutzen zu können und kosten dennoch nichts! Wer oft und weit verreist, sollte zusätzlich eine Kreditkarte mit hohem Kreditrahmen im Notfall und gutem Zusatzversicherungsschutz sein. Ich würde jedoch eindeutig die Barcalycard Platinum allen anderen vorziehen. Preis/Leistung stimmt hier einfach und man spart nicht nur theoretisch!

Als kleiner Praxistipp für den Urlaub, wenn Du mehrere Kreditkarten hast und einen Mietwagen am Flughafen abholen willst. Versuch grundsätzlich immer die AMEX als Kaution zu hinterlegen, denn hier weißt Du eh nicht, was sie dir im Bedarfsfall für einen Kreditrahmen liefert. Wäre blöd, wenn ich auf Mallorca die ICS Worldcard als Kaution hinterlege und dann eine Woche von der AMEX mit ungewissem Kreditrahmen leben müsst.

Auch vorab im Internet nutzt Du am besten die Kreditkarten mit dem geringsten Kreditrahmen oder sonstigem Leistungsspektrum.
Achte bei Bargeldabhebungen immer darauf, die kostengünstigste Variante zu wählen. Googel dazu am besten ein wenig mit Bezug auf deine Kreditkarte und dem Reiseland.

Ich wünsche viel Spaß und wenig Ärger!