Meine Augenbrauen haben mir zwar schon immer gefallen, sie waren allerdings nicht perfekt. Wie wohl die meisten Frauen habe ich deswegen verschiedene Methoden ausprobiert, um sie mehr in Form zu bringen. Denn Augenbrauen umrahmen das Gesicht und wie sie aussehen ist daher für den Gesichtsausdruck sehr entscheidend. Meine tägliche Brauen-Routine war schon beinah eine Zeremonie: Zupfen, Bürsten, Auffüllen, Pinseln. Insgesamt alles ziemlich aufwendig und zeitintensiv und daher jeden Morgen wieder nervig.


Microblading – Wie ich dazu gekommen bin

Irgendwann hörte ich dann zum ersten Mal vom neuesten Trend: Microblading, das schöne natürliche Brauen innerhalb kürzester Zeit durch permanentes Make-up verspricht. Zunächst wird die optimale Brauenform ermittelt. Anstatt mit starren Schablonen zu arbeiten wird die Form bei jedem Kunden individuell kreiert und durch die Simulation des natürlichen Brauenwachstums mit speziellen Härchenzeichnungssystemen gefunden und dann aufgezeichnet. So entsteht die perfekte Form! Mit den sogenannten Blades (kleine angereihte Nadeln) werden dann manuell und ohne Einsatz einer Maschine sehr feine Ritzer in der Haut angebracht und danach mit einer Farbe zum Pigmentieren aufgefüllt, was ein natürlicheres Ergebnis gewährleistet. 

Erst war ich etwas skeptisch, denn von Permanent-Make-up halte ich ähnlich wie von Tattoos nicht viel. Und zudem haben mich die Kosten einer Behandlung schon etwas abgeschreckt, je nach Studio lag dieser zwischen 300-500 Euro. Nach einigem Überlegen und weiteren Recherchen habe ich herausgefunden, dass Microblading, sich je nach Regenerationsgeschwindigkeit der Haut und deren Fettgehalt etwas schneller abbaut als bei der herkömmlichen Methode mit dem Pigmentiergerät. Angst vor neuen Augenbrauentrends braucht man so nicht zu haben. Das hat mich überzeugt, doch den Selbsttest zu wagen und ich bin zu Spezialistin für Permanent Make-up meines Vertrauens, Manuela Mura, gegangen. Dort kostet eine Microblading-Behandlung 359 Euro.

Der Ablauf der Behandlung

Am Tag der Behandlung habe ich, wie es mir Manuela vorher geraten hat, nicht übermäßig viel Kaffee getrunken und auch auf alle sonstigen blutverdünnenden Mittel verzichtet. Als ich dann endlich erwartungsvoll auf dem Behandlungsstuhl saß, wurden meine Brauen von Manuela erst einmal gründlich gezupft und in Form gebracht. Die mit mir abgestimmte optimale Form wurde ausgemessen und angezeichnet. Dann wurde mit den sterilen Blades und der zuvor ausgesuchten Farbe kleine „Haare“ in die Haut geritzt. Das erfolgte in zwei Runden. Am Ende hat Manuela die Augenbrauen noch einmal großzügig mit Farbe bedeckt. Nach einer kurzen Einwirkzeit hatte ich es dann nach etwa zwei Stunden Behandlungsdauer geschafft. Meine Brauen wurden nur noch kurz gesäubert und mit Pflege eingestrichen. Dann konnte ich meine neuen Brauen endlich im Spiegel bewundern und war hellauf begeistert!

Vielleicht befürchtet ihr, genau wie ich auch, nach der Behandlung entstellt auszusehen und euch erst einmal ein paar Tage im Bett verkriechen zu müssen. Ich kann euch beruhigen, ganz so schlimm war es nicht. Meine Brauen waren zwar leicht gerötet und etwas angeschwollen, das verging aber nach einigen Stunden bereits wieder. 

Nach der Behandlung

sollten die Brauen ca. sieben Tage keinen Kontakt mit Wasser haben. Von Manuela habe ich eine spezielle Pflege bekommen, die ich ab dem zweiten Tag (höchstens zweimal) täglich dünn auftragen sollte, um Trockenheit vorzubeugen und die Kruste geschmeidig zu halten. Zuviel cremen sollte man nicht, denn das weicht die Kruste auf und diese löst sich dann früher. Die Verschorfung soll aber auf der Wunde bleiben, damit die Farbe länger einwirken kann. Deswegen sollte man die Kruste auch auf keinen Fall abziehen oder sogar abkratzen, denn das führt zu Farbverlust. 

Erschreckt euch außerdem nicht, wenn sich die Braue nach einigen Tagen verändert, fleckig wird und schuppt. Auch mich hat das zunächst verunsichert, doch Manuela hat mir dann erklärt, dass das ein normaler Prozess ist und kein Grund zur Sorge. 

Die optimale Form wird ausgemessen und angezeichnet.

Manuela Mura bei einem Microblading Beratungstermin


Mircroblading bei Manuela Mura

Innerhalb dieser Kontur wird nun gebladet.

Tut es weh?
Diese Frage interessiert euch wahrscheinlich am meisten. Ganz ohne Schmerzen geht es leider nicht. Wie stark diese sind, hängt aber vom persönlichen Schmerzempfinden ab. Ich habe es mir sehr schmerzhaft vorgestellt, und war total überrascht, dass es kaum weh tat und würde die Schmerzen daher eher als minimal und gut aushaltbar beschreiben. Im zweiten Durchgang werden die Brauen sowieso betäubt und ab da ist es ein Spaziergang.

Manuela Mura Microblading

Augenbraue direkt nach der Microblading-Behandlung und noch OHNE Extra-Portion Farbe.

Augenbraue direkt nach der Microblading-Behandlung und noch OHNE Extra-Portion Farbe.

Endlich darf ich mir das Ergebnis anschauen. Ich bin begeistert!

Farbpigmentierung Microblading

Nun kommt die Farbe drauf die nach einer kurzen Einwirkzeit wieder entfernt wird.

 

Wie lange hält Microblading und braucht man eine Nachbehandlung? 

Die Haltbarkeit des Ergebnisses ist verschieden und hängt vom individuellen Hauttyp und dem damit verbundenen Fettgehalt der Haut ab, deswegen kann ich euch hier keine generelle Angabe machen. Durchschnittlich halten die aufgefüllten Brauen eineinhalb bis zwei Jahre. Zum Ende hin sind sie gut verblast, doch immer noch sichtbar. Der Farbton ändert sich aber kaum, also müsst ihr nicht befürchten, plötzlich mit roten oder lilastichigen Brauen durch die Gegend zu laufen.

Eine Nachbehandlung ist auf jeden Fall notwendig und ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Diese findet etwa einen Monat nach Heilung der Haut statt. Hier wird der Farbton überprüft und die Pigmentierung an manchen Stellen wiederholt. Das liegt einfach daran, dass bei der Microblading-Methode oberflächig gearbeitet wird und die Eindringtiefe der Farbpigmente nur gering ist. Die Nachbehandlung verursacht allerdings keine weiteren Kosten. Sie ist im Preis der Behandlung bereits inbegriffen.  


Das Ergebnis ca. 20 Minuten nach der Microblading-Behandlung

Das Ergebnis ca. 20 Minuten nach der Microblading-Behandlung.

Frau Schirra bloggt mit Manuela Mura

Darf ich vorstellen, Manuela Mura (rechts) – Spezialistin für Permanent Make-up – meines Vertrauens.

Mein Fazit

Ich bin absolut kein Fan von permanenten Veränderungen, die für immer bleiben. Deswegen wäre die herkömmliche Variante, mir die Brauen „tätowieren zu lassen“, für mich nie in Frage gekommen. Dennoch sind meine Brauen für mich sehr wichtig. Sie formen das Gesicht und öffnen die Augen, aber von Natur aus habe ich eher müde Augen durch Schlupflider. Die Zeitersparnis nach der Behandlung ist enorm. Nicht dass ich mich viel schminke, doch gerade die Brauen müssen einfach „sitzen“. Insgesamt ist es für mich damit ein voller Erfolg. Wenn ihr sehen wollt, wie sich meine Brauen in den kommenden Wochen nach der Behandlung entwickeln, schaut unbedingt wieder auf meinem Blog vorbei. In ca. einem Monat werde ich in diesem Beitrag weitere Ergebnisse einarbeiten und euch so auf dem Laufenden halten. 

Wie sieht es bei euch aus? Würdet ihr Microblading ausprobieren? Oder habt ihr es vielleicht schon ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen? Kennt ihr schon Manuela Mura? Wenn nicht, schaut unbedingt mal bei ihr auf der Homepage vorbei. Es lohnt sich!

Photographed by:
Sandra Höchst

8 Wochen nach dem Microblading

…und einen Tag vor meinem Nachbehandlungstermin ist dieses Foto entstanden. Auf den ersten Blick mag man denken, dass keine Nacharbeiten erforderlich sind – so überzeugend ist das Ergebnis nach dem Abheilungsprozess. Doch beim genauem Hinschauen erkennt man hier und da kleine Stellen die etwas lichter sind. Hier muss nachpigmentiert werden, was völlig normal ist. Mit der Farbe meiner Brauen bin ich rundum zufrieden. Da hat Manuela von Anfang an den perfekten Farbton für mich gefunden. 


Microblading nach 8 Wochen und VOR dem Nachbehandlungstermin

Microblading nach 8 Wochen und VOR dem Nachbehandlungstermin

Der Nachbehandlungstermin 

Mein Nachbehandlungstermin fand knapp zwei Monate später statt. Erst wurde der Brauenfarbton und die Form überprüft. Mit beidem waren wir sehr zufrieden. Dann erfolgte direkt im Anschluss an den Stellen wo die Farbe nicht so gut angenommen wurde, die Auffrischung der Pigmentierung. Natürlich war ich genauso aufgeregt wie beim ersten Mal. Wie ihr wisst – ganz schmerzfrei ist die Prozedur ja leider nicht. Doch schon wie beim ersten Termin empfand ich es als aushaltbar. Ich bin sogar während der Behandlung (die übrigens genauso abläuft wie bei der ersten Sitzung) leicht eingenickt… Nach ca. 30 Minuten habe ich es „überstanden“ und ab jetzt sind die selben Vorgaben wie schon vor 8 Wochen einzuhalten. Zum Beispiel in den ersten sieben Tagen kein Kontakt mit Wasser. Kein Abkratzen oder Abziehen des Wundschorfes. Selbst wenn es vielleicht durch den Heilungsprozess noch so sehr juckt.  

Nun sind meine „neuen“ Augenbrauen perfekt. Sie sitzen, egal zu welcher Uhrzeit. Und sollte ich mir doch mal ein dunkleres Ergebnis wünschen, greife ich einfach zu einem Augenbrauenstift.  

Ich bin glücklich, dass ich mich getraut habe. Das Endergebnis ist so überzeugend echt, dass ich mich jederzeit wieder einer Microbladingbehandlung bei Manuela Mura der Spezialist für Permanent Make-up unterziehen würde.

Ich kann diese Art des Permanent-Make-ups wirklich nur empfehlen!!! 

Microblading nach 8 Wochen und eine Woche NACH dem Nachbehandlungstermin